24.11.2004 08:26 |

Oscar-"Screener"

300.000 Dollar Strafe für Raubkopie

Ein von der Oscar-Akademie gefeuerter Schauspieler muss im Streit um Raubkopien 300.000 Dollar Strafe zahlen. Der Mann hatte zugegeben, Filme wie "Mystic River" und "Last Samurai" (siehe Bild) einem Freund im US-Staat Illinois zugeschickt zu haben, der davon digitale Kopien zog und ins Internet stellte.
Nach US-Medienberichten vom Dienstag verhängteein Bundesrichter in Los Angeles die hohe Geldstrafe gegen den70-jährigen Film- und Fernsehschauspieler Carmine Caridi.Er war im Februar von der amerikanische Filmakademie, die denOscar verleiht, wegen im Internet kursierender Raubkopien vonzwei Oscar-nominierten Filmen als Mitglied ausgeschlossen worden.
 
Caridi hatte zugegeben, Filme wie "Mystic River"und "Last Samurai" einem Freund im US-Staat Illinois zugeschicktzu haben, der davon digitale Kopien zog und ins Internet stellte.Er habe aber nicht von den illegalen Kopien gewusst und lediglicheinem "Filmfan" die Bänder zugestellt. Die so genannten "Screeners",wie die Videos der Academy heißen, werden den tausendenJury-Mitgliedern zur Begutachtung ins Haus geliefert.
 
Um Videopiraterie vorzubeugen, hatte die Filmakademieim vergangenen Jahr erstmals von ihren Mitgliedern eine Unterschriftverlangt, dass sie die Bänder "nicht aus den Händengeben" und auch nicht "in irgendeiner Form reproduzieren" würden.Caridi wurde anhand so genannter "Wasserzeichen", die auch inden Raubkopien auftauchen, überführt und nach 22-jährigerMitgliedschaft aus der Academy of Motion Picture Arts and Sciencesausgeschlossen und von zwei Studios verklagt.
Montag, 17. Mai 2021
Wetter Symbol