„Aufgeblähte Preise“

Amazon hat in den USA Wettbewerbsklage am Hals

Digital
26.05.2021 10:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Generalstaatsanwalt der US-Hauptstadt Washington hat Amazon wegen des Vorwurfs geklagt, seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen. „Amazons Online-Handelsplattform profitiert von Amazons wettbewerbsfeindlichen Geschäftspraktiken und wird durch sie geschützt“, heißt es in der Klage von Generalstaatsanwalt Karl Racine.

Der Vorwurf: Amazon kontrolliere zwischen 50 und 70 Prozent des Online-Handels in den USA und sorge für „künstlich aufgeblähte Preise“. Amazon reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage für eine Stellungnahme. Der Generalstaatsanwalt verteidigt das öffentliche Interesse auf Basis des Washingtoner Rechts.

Neben Amazon gerieten auch Google und Facebook ins Visier der US-Wettbewerbshüter.
Neben Amazon gerieten auch Google und Facebook ins Visier der US-Wettbewerbshüter.(Bild: AFP)

Die Geschäftspraktiken großer Online-Konzerne werden in den USA zunehmend kritisch beäugt. Im vergangenen Jahr reichten Bundesbehörden und Bundesstaaten bereits Klagen gegen den Internetriesen Google und die Online-Plattform Facebook ein. Auch hier geht es um den Vorwurf wettbewerbswidriger Praktiken. In Europa sorgen die vergleichsweise geringen Steuerleistungen der US-IT-Riesen in vielen Staaten und bei vielen anderen Unternehmen für Ärger.

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