27.04.2021 12:09 |

google.com.ar

Argentinier kaufte Google-Domain für 2,40 Euro

Für 270 argentinische Pesos, umgerechnet rund 2,40 Euro, hat sich ein Web-Designer die offizielle Domain von Google in Argentinien gekauft - und zwar völlig legal. Das Glück währte allerdings nicht lange, inzwischen befindet sich google.com.ar wieder im Besitz des Internetgiganten. Wie es zum eigentümlichen Eigentümerwechsel kommen konnte, ist bislang unklar.

Nicolas Kurona arbeitete laut BBC-Bericht vom Montag am vergangenen Mittwochabend an seinem Schreibtisch am Stadtrand von Buenos Aires an der Website eines Kunden, als er via WhatsApp die Nachricht erhielt, dass Google nicht erreichbar war. „Ich habe www.google.com.ar in meinen Browser eingegeben und es hat nicht funktioniert“, schilderte er. „Ich dachte, etwas Seltsames passiert.“

Neugierig geworden, surfte er auf die Website der nationalen Domain-Vergabestelle, suchte nach Google und sah zu seiner Verwunderung, dass die argentinische Google-Domain zum Verkauf stand - für 270 Pesos, umgerechnet rund 2,40 Euro. Obwohl er dem Bericht nach nicht glaubte, dass es funktionieren würde, folgte Kurona den Anleitungen zum Kauf „und dann erhielt ich eine E-Mail mit der Rechnung“.

Als er kurz darauf google.com.ar in seine Suchleiste eingab, erschienen seine persönlichen Daten: „Ich war erstarrt, als ich auf den Bildschirm schaute. Ich konnte nicht glauben, was gerade passiert war“, wird der 30-Jährige zitiert.

Freude über Google-Besitz währte nur kurz
Als Google-Besitzer konnte sich Kurona allerdings nur gut zwei Stunden lang rühmen, dann wechselte die Domain wieder in den Besitz des Internetgiganten. Wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass die Google-Domain zum Verkauf stand, ist bislang nicht klar. Vermutungen, der Internetgigant könnte seine Lizenz nicht rechtzeitig verlängert haben, erwiesen sich als falsch. Dem Bericht nach läuft die Lizenz erst im Juli 2021 ab.

Google Argentinien bestätigte gegenüber der BBC, dass die Domain „kurzfristig von jemand anderem erworben“ wurde, man habe jedoch sehr schnell die Kontrolle über die Domain wiedererlangt. Das Unternehmen untersucht noch, wie es zu der Übernahme kommen konnte.

Kurona ist indes nur erleichtert, dass er keine Probleme bekommen hat. Seine 270 Pesos hat er bislang allerdings nicht zurückerstattet bekommen.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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