01.02.2021 12:04 |

Wenn es klingelt ...

Diese Fragen bringen Spam-Anrufer ins Schwitzen

Wer kennt es nicht: Das Telefon klingelt und umgehend möchte die nette Dame am anderen Ende der Leitung das Geburtsdatum und die Postleitzahl wissen. Der Name war leider schlecht zu verstehen und auch warum hier überhaupt ein Gespräch stattfindet, ist nicht so richtig klar. Spätestens an dieser Stelle sollten bei allen sicherheitsbewussten Verbrauchern die Alarmglocken klingeln, sagt Thomas Wrobel, Experte für Spam-Schutz und Anruferkennung. Er verrät, welche Fragen Spam-Anrufer ins Schwitzen bringen.

„Wer sind sie und woher haben Sie meine Telefonnummer?“
Namen könnten im Zweifelsfall erfunden sein, aber bei der Frage nach dem „Woher?“ der Telefonnummer müsse der Anrufer liefern, erläutert Wrobel. Keinesfalls sollten sich Angerufene von Antworten wie „Sie haben da mal an einem Gewinnspiel teilgenommen …“ abspeisen lassen, sondern stattdessen nachhaken, bei welchem Gewinnspiel es denn gewesen sei und zu welchem Zeitpunkt. „Spätestens hier kommen viele unseriöse Anrufer ins Straucheln, zeigen ihr wahres Gesicht oder legen einfach auf“, so der Experte für Spam-Schutz und Anruferkennung. Sollte doch eine Antwort kommen, gelte es natürlich genau zu prüfen, ob wirklich eine Gewinnspielteilnahme in der Vergangenheit stattgefunden habe.

„Für wen rufen Sie an?“
Anonyme Anrufer fallen laut Wrobel schnell mit der Tür ins Haus. Mit geschickten Fragen könnten Angerufene jedoch erstmal ordentlich auf die Bremse treten. Wenn die erste Frage nicht zu einer zufriedenstellenden Antwort geführt hat, sollte demnach gleich nach der Firma oder dem potenziellen Auftraggeber gefragt werden. Auch hier sei ein vorsichtiges Vorgehen ratsam. Wenn am Telefon von überraschend abgeschlossenen Verträgen die Rede sei, handle es sich nicht selten um gemeinen Betrug. Gleiches gelte für angebliche Polizisten oder Bankmitarbeiter, die seltsamerweise Kontonummer und Passwörter benötigten. „Echte Polizisten oder Bankangestellte würden niemals solche Informationen verlangen. Passiert es doch, ist eines sicher - hier sind definitiv Kriminelle am Werk“, sagt Wrobel.

„Wieso rufen Sie mit unterdrückter Nummer an?“
Besonders dreist sind dem Experten nach Anrufe mit unterdrückter Nummer. Viele Verbraucher würden dabei direkt auf Nummer sichergehen und entsprechende Anrufe erst gar nicht annehmen - „eine clevere Strategie“. Sollte es doch mal passieren, dass man versehentlich abhebt, sollten Angerufene direkt nach dem Grund der Nummernunterdrückung fragen. „Peinliche Ausflüchte sollten hier nicht akzeptiert werden. Wenn es sich nicht um Freunde oder Verwandte handelt, die versehentlich ihre Nummer verborgen haben, ist es ratsam das Gespräch sofort zu beenden“, so Wrobel.

Sparsam mit Daten umgehen
Ganz generell rät der Experte dazu, mit den eigenen Daten „sparsam“ umzugehen. Gerade bei Apps, die kostenlose Dienste im Austausch für persönliche Daten böten, sollten Verbraucher genau überlegen, ob sie für die Inanspruchnahme dieser Dienste auch ihre Telefonnummer bekannt geben bzw. Zugriff auf die eigene Kontaktliste gewähren sollten. Denn was mit den Telefonnummern passiere und an wen diese weitergegeben würden, wisse niemand. „Datenschutz ist also nicht nur Eigenschutz, sondern hilft auch dabei, Freunde und Bekannte vor nervigen Werbeanrufen und gefährlichen Betrugsversuchen zu schützen.“

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