09.01.2022 17:09 |

Tipps für den Winter

Darum zwingt Kälte den Handy-Akku in die Knie

Wenn die ersten Minustemperaturen auf dem Thermometer angezeigt werden, heißt es nicht nur für uns Menschen gut einpacken. Auch Smartphones mögen es warm, da ansonsten ihr Akku vorschnell aufgibt - warum das so ist, erfahren Sie im obigen Video. Wie Sie mit wenigen Vorkehrungen dafür sorgen, dass Ihr Smartphone auch in der kalten Jahreszeit funktionstüchtig bleibt, verraten wir Ihnen in den untenstehenden Tipps und Tricks.

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„Wenn es so richtig kalt wird, kann es vorkommen, dass das Display oder der Akku eines Smartphones streikt. Das liegt daran, dass in den Geräten Technik verwendet wird, die sensibel auf Temperaturschwankungen reagiert“, erläutert Alexander Emunds vom Online-Portal teltarif.de.

Beim Display entscheidet demnach die verwendete Technologie darüber, wie gut oder schlecht es auf Kälte reagiert. So wirken sich eisige Temperaturen bei Smartphones mit IPS- oder TFT-Bildschirm schneller auf die Einsatzbereitschaft des Gerätes aus als bei einem AMOLED-Display. Letzteres trotzt der Kälte dank organischer Leuchtdioden besser.

Warm halten
Damit Nutzer sich mit Bildschirmausfällen gar nicht erst beschäftigen müssen, können entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. „Smartphone-Besitzer sollten ihre Geräte bei Kälte stets warm halten. Am besten eignet sich im Winter die gute alte Handy-Socke oder eine Tasche aus Neopren. Diese schützt das Gerät zusätzlich vor Schnee und Schmelzwasser“, empfiehlt Edmunds. Auch kann es helfen, wenn Anwender ihr Smartphone nah am Körper tragen und beim Telefonieren ein Headset benutzen, anstatt es am Ohr über einen längeren Zeitraum der direkten Kälte auszusetzen.

„Taschen oder Rucksäcke, die im Inneren nicht isoliert sind, bieten übrigens keinen guten Kälte-Schutz für Handys oder Tablets“, warnt Emunds. Wer sein Handy etwa in der Jackeninnentasche trägt, hat außerdem länger Freude an seinem Akku. Denn niedrige Temperaturen können sich auf dessen Ladefähigkeit auswirken. Hat der Akku es warm - ideal sind zehn Grad Celsius aufwärts - ist auch die Leistung fast immer optimal und die Ladefähigkeit leidet nicht.

Temperaturschwankungen vermeiden
Smartphones mögen zudem keine Temperaturschwankungen, wie sie etwa beim Übergang vom Außen- in den Innenbereich vorkommen können. „Beim Wechsel von niedrigen zu hohen Temperaturen oder umgekehrt kann sich Kondenswasser bilden. Die Feuchtigkeit im Inneren des Geräts kann dazu führen, dass beispielsweise Kontakte am Akku korrodieren“, warnt der Experte.

Um Schäden zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, dem Smartphone etwas Zeit zum Aufwärmen zu geben. Hat sich die Geräte-Temperatur langsam an die Zimmertemperatur angeglichen, können Nutzer wieder ausgiebig surfen, streamen und Messenger-Dienste in Anspruch nehmen.

Vorsicht vor Schmelzwasser
Kommt zu den eisigen Temperaturen im Winter noch Schnee dazu, sollten Smartphone-Besitzer aufpassen, dass ihr Gerät nicht im Schnee landet. Denn Schnee ist wie Wasser und Sand ein natürlicher Feind von mobilen Endgeräten. Er setzt sich schnell in den kleinen Ritzen und Zugängen ab, sodass Schmelzwasser ins Innere gelangen und dort Schäden anrichten kann. In solchen Fällen ist möglichst umgehendes sowie sanftes Trocknen des Handys die beste Gegenmaßnahme.

Emunds: „Viele Hersteller werben mit Schutzzertifizierungen. So soll die Schutzklasse IP68 vor dem Eindringen von Schmutz und Wasser schützen. Auch wenn Smartphones dadurch dem Kontakt mit Wasser gewachsen sind, sind Schutzklassen kein Allheilmittel. Vorsicht ist dennoch geboten.“

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