30.11.2020 14:24 |

Online-Shopping

Müssen Deutsche für Retouren bald selbst bezahlen?

Die Corona-Krise befeuert den Trend zum Onlineshopping. Lockdown-Vorschriften und Abstandsregeln sowie Sicherheitsvorgaben halten viele Menschen vom Einkaufen vor Ort ab. Doch wo Kunden von Schnäppchentagen und kostenlosen Rücksendungen profitieren, leidet mitunter die Umwelt. Auf dem Weg in Richtung nachhaltigeres Online-Shopping sollen deutsche Konsumenten deshalb zur Kostenübernahme für „Retouren von mangelfreien Produkten“ verpflichtet werden. 

Der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRV) in Deutschland hat insbesondere die „Retourenproblematik im Onlinehandel“ kritisiert und dem Bundesverbraucherschutzministerium (BMJV) Lösungsansätze für einen nachhaltigeren Onlinehandel vorgestellt.

Drei Euro - 16 Prozent weniger Retouren
Der Sachverständigenrat schlägt unter anderem vor, Verbraucher zur Kostenübernahme für „Retouren von mangelfreien Produkten“ zu verpflichten - bisher zahlen sie dafür oftmals überhaupt nichts. „Fast 60 Prozent der Unternehmen würden gerne Rücksendegebühren erheben, sehen aber aus Wettbewerbsgründen hiervon ab“, erklärte das unabhängige Beratergremium des BMJV. Einer Studie zufolge würde bereits eine Mindestrücksendegebühr von drei Euro zu 16 Prozent weniger Retouren führen.

„Herkulesaufgabe“
Die Sachverständigen kritisieren auch, dass sich Nachhaltigkeitsaspekte bisher hauptsächlich im Umweltrecht und kaum im Verbraucherrecht fänden. Deutschland steht aus ihrer Sicht vor der „Herkulesaufgabe“, beide Bereiche zu verbinden. Mit Blick auf die Wirtschaft sprechen sich die Experten beispielsweise für eine sogenannte Ressourcensteuer auf bestimmte Primärrohstoffe aus. Auch die umstrittene Einführung eines Lieferkettengesetzes befürworten sie.

Tipp: HIER finden Sie Online-Shopping-Alternativen aus Österreich.

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