26.11.2020 08:16 |

Konzernumbau

IBM will europaweit 10.000 Stellen streichen

Der US-Konzern IBM will einem Insider zufolge noch vor der Abspaltung seiner IT-Infrastruktursparte rund 10.000 Arbeitsplätze in Europa abbauen. Damit dürfte rund jeder fünfte Arbeitsplatz in der Region wegfallen. Am stärksten betroffen wären die Standorte in Großbritannien und Deutschland, aber auch in Polen, der Slowakei, Italien und Belgien sollen Stellen wegfallen.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf einen ungenannten Gewerkschafter berichtete, hat IBM die Streichungen diesen Monat bei einem Treffen mit Arbeitnehmervertretern angekündigt. Diese sollen vor allem die IT-Infrastruktursparte betreffen. Bereits Ende Oktober hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi berichtet, dass IBM in Deutschland mehr als 2300 Jobs streichen wolle. Der Konzern beschäftigt in Deutschland rund 12.000 Personen und baut dort seit Jahren Arbeitsplätze ab.

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IBM Deutschland mit Sitz im baden-württembergischen Ehningen nahe Stuttgart hatte sich zu Streichungen in Deutschland nicht äußern wollen und bestätigte nun auch die Informationen von Bloomberg über einen europaweiten Stellenabbau nicht. Der Konzern treffe seine Personalentscheidungen mit Blick auf die bestmögliche Unterstützung seiner Kunden und investiere zu diesem Zweck weiterhin in die Schulung seiner Mitarbeiter, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage von Bloomberg mit.

IBM hatte Anfang Oktober angekündigt, sein IT-Infrastrukturgeschäft abzuspalten und eigenständig an die Börse zu bringen. Das Unternehmen will sich künftig noch stärker auf das Cloud-Geschäft konzentrieren. Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in einem tief greifenden Konzernumbau hin zu neuen, wachstumsstärkeren Geschäftsfeldern. Neben den Cloud-Services zählen dazu auch Datenanalyse und Künstliche Intelligenz.

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