26.11.2020 12:29 |

Insta-Account zeigt:

So werden Frauen auf Online-Marktplätzen belästigt

Sexuelle Belästigung im Internet - für viele Frauen ist sie leider inzwischen trauriger Alltag, und das offenbar selbst an vermeintlich harmlosen Orten wie Online-Marktplätzen. Der Instagram-Account „frau.kleinanzeigen“ verdeutlicht das Ausmaß des Problems.

Eigentlich hatte die 25-jährige Betreiberin des Instagram-Accounts, die lieber anonym bleiben möchte, nur ein paar alte Sachen auf eBay loswerden wollen, wie sie dem deutschen Magazin „Stern“ schildert. Angeschrieben wurde sie dabei allerdings immer wieder von Männern, die an ganz anderen Dingen als ihren Anzeigen interessiert waren: von getragener Unterwäsche über Nacktfotos bis hin zu persönlichen Sex-Treffen. Die 25-Jährige ist damit offenbar nicht allein: Nach der Eröffnung ihres Accounts im Juni erhält sie inzwischen fast täglich Nachrichten von Frauen, denen auf Online-Marktplätzen Ähnliches widerfahren ist.

„Manche Männer können gar nicht glauben, dass uns das täglich passiert“
„Besonders bei Klamotten ist es schlimm, aber manchmal reicht es schon, wenn der Gegenstand auf dem Foto von einer Frauenhand gehalten wird“, wird die junge Frau zitiert, die mit ihrem Account nun nicht nur eine Anlaufstelle für andere Frauen sein möchte, denen das Gleiche passiert ist, sondern vor allem auch Aufmerksamkeit schaffen will. Denn: „Manche Männer können gar nicht glauben, dass uns das wirklich täglich passiert, selbst auf einer harmlosen Plattform wie eBay.“

Melden, blockieren, anzeigen
Betroffenen rät die Gründerin von „frau.kleinanzeigen“, das Profil des Absenders zu melden und zu blockieren. Sie weist außerdem darauf hin, dass der Versand von Nacktfotos ohne die Zustimmung des Empfängers eine Straftat darstellt und dementsprechend bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden kann und sollte. Wer tatsächlich hinter den Aufnahmen stecke, sei durch die Anonymität im Internet zwar oft schwierig, ein Versuch sei es aber auf jeden Fall wert, schildert sie.

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