Großbritannien müsse bei der Verteidigung radikal umdenken, hieß es in einem gemeinsamen Papier (siehe Infobox) von Cameron und seinem Vize Nick Clegg von den Liberaldemokraten. "Wir treten in eine Zeit der Unsicherheit ein. In dieser Strategie geht es darum, Großbritannien für dieses neue Zeitalter der Unsicherheit richtig aufzustellen, indem wir die Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, richtig bemessen und uns auf den Umgang mit ihnen vorbereiten."
Web als neues Schlachtfeld
Das Web wird nach Einschätzung von Experten zum neuen militärischen Schlachtfeld. Hacker könnten Blaupausen für Waffensysteme stehlen oder ganze Kriegsoperationen stören. Erst vor wenigen Tagen hatte Iain Lobban, Direktor des Nachrichten- und Sicherheitsdienstes GCHQ und oberster Wächter der elektronischen Sicherheit im Königreich, daher die Regierung zum Handeln aufgefordert. Die Regierung müsse sich überlegen, ob sie nicht Kapazitäten zur Cyber-Kriegsführung aufbauen wolle, um mögliche Angreifer abzuschrecken, so Lobban.
Über 1.000 E-Mail-Angriffe pro Monat
Monat für Monat liefen in den Regierungsnetzwerken über 20.000 E- Mails mit Schadcode auf. Über 1.000 dieser infizierten Nachrichten seien gezielte Angriffe auf die Informations-Infrastruktur der Behörden. Die Angriffe hätten bereits zu beachtlichen Beeinträchtigungen der Regierungssysteme geführt. Außerdem sei ein massiver Diebstahl geistigen Eigentums zu beobachten. Den Schaden für die britische Wirtschaft durch Computerverbrechen bezifferte er auf mehrere Milliarden Pfund jährlich (siehe Infobox).








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