12.09.2020 05:00 |

Probleme im Griff

Gesunder Start in die Schule

In Ostösterreich hat die Schule bereits begonnen, jetzt folgen die restlichen Bundesländer. Das bedeutet aber auch: Ab nun treten wieder vermehrt Schnupfen, Husten, aber auch Kopfläuse und Warzen bei Kindern auf. Wir haben Tipps, wie Eltern jetzt ihren Nachwuchs unterstützen können.

Sechs bis zehn Erkältungen pro Jahr sind bei Kindern durchaus normal. Der Grund dafür ist, dass sich das kindliche Immunsystem noch entwickelt und erst nach und nach lernt, mit den verschiedenen Erkältungsviren zurechtzukommen. Zusätzlich haben Kinder meist engen Kontakt mit Gleichaltrigen, was die Gefahr der Ansteckung erhöht. Eine gute Basis für ein funktionierendes Immunsystem sind ausreichende Bewegung an der frischen Luft und ausgewogene Ernährung mit Vitaminen sowie Spurenelemente (Zink, Selen). Vitamin D spielt bei der Abwehr eine besondere Rolle: Bei Kindern kann sich ein Mangel insbesondere auf Wachstum, Entwicklung der Knochen und das Immunsystem negativ auswirken. Gerade wenn Outdoor-Aktivitäten nur eingeschränkt möglich sind, und der Nachwuchs sich vor allem in Räumen aufhält, da Vitamin D zur Bildung im Körper Sonnenlicht benötigt.

Eine weiteres Problem, das jetzt häufig auftritt sind Läuse: Die kleinen Blutsauger treiben vor allem in Kindergärten und Schulen ihr Unwesen. Eltern sollten, wenn der Nachwuchs über Juckreiz klagt, genau den Kopf nach Läusen und deren Eiern (Nissen) absuchen. In Apotheken und Drogeriemärkten stehen zahlreiche Anti-Lausmittel zur Verfügung. Sie können aber auch Hausmittel probieren:

  • 8-9 Tage lang täglich eine Haarspülung anwenden und sorgfältig auskämmen. Den Kamm nach jeder Strähne säubern und am Ende auskochen.
  • Olivenöl, Mandelöl, Mayonnaise auftragen, bis zu 4 Stunden einwirken lassen und wie oben auskämmen.
  • Apfelessig oder Zitronensaft im Verhältnis 1:1 mit Wasser mischen, eine Viertelstunde einwirken lassen.
  • Wichtig ist Bettwäsche, Schlafgewand und Handtücher bei mindestens 60 °C zu waschen. Auch Hauben, Schals und Kuscheltiere sollten inspiziert und nicht von anderen Personen genutzt werden. Kämme und Bürsten lassen sich mit heißer Seifenlauge oder Essigwasser gut reinigen.

Etwa jedes dritte Kind leidet unter Warzen. Bei den Erwachsenen sind es „nur“ zehn Prozent. Die Wucherungen entstehen durch eine Virusinfektion und können an jeder Stelle des Körpers auftreten, an Händen und Füßen sind sie jedoch am häufigsten. Risikofaktoren, welche die Entstehung von Warzen fördern, sind etwa kleine Wunden. In manchen Fällen können sich die Kids auch beim Barfußlaufen im Turnsaal oder über ein Handtuch anstecken. Kratzen oder kleine Verletzungen an der Warze erhöhen die Übertragungsgefahr. Aus diesem Grund sollten Warzen möglichst früh entfernt werden. Fragen Sie Ihren Arzt! Neben Anti-Warzenmittel aus der Apotheke kann man auch Schöllkraut, Zitronensaft, Lavendelöl, Löwenzahn, Honig, Rizinusöl versuchen.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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