10.07.2020 07:54 |

Zugeständnisse nötig

Google droht bei Fitbit volles EU-Kartellverfahren

Google muss beim geplanten Kauf des Fitnessarmband-Unternehmens Fitbit offenbar Zugeständnisse machen, um ein volles EU-Wettbewerbsverfahren zu vermeiden. Der Internetriese könnte sich etwa verpflichten, die von den Fitbit-Armbändern gesammelten Gesundheitsdaten nicht für sein eigenes Anzeigengeschäft zu nutzen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Mit der 2,1 Milliarden Dollar (rund 1,9 Milliarden Euro) teuren Übernahme will Google den bei Datenarmbändern und -uhren starken Konkurrenten Apple und Samsung die Stirn bieten. Datenschutzorganisationen befürchten allerdings, dass Google die wertvollen Gesundheits- und Positionsdaten von Fitbit auswerten könnte, um seine ohnehin schon dominante Stellung auf dem Markt für Online-Werbung zu stärken.

Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission signalisierten einem Bericht der „Financial Times“ vom vergangenen Donnerstag zufolge, die geplante Übernahme genauer untersuchen zu wollen. Demnach verschickte die Brüsseler Behörde Fragebögen an die Rivalen von Google und von Fitbit, in denen sie unter anderem fragen, ob die Übernahme den Wettbewerb zerstöre und ob Google dadurch an Daten käme, mit denen das Unternehmen sein Werbegeschäft verbessern könne.

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