28.02.2020 17:01 |

Tipps vom Experten

Heizen Sie dem Körper ordentlich ein!

Wärme als Therapie: etwa gegen kalte Hände sowie Füße, Muskelbeschwerden, Kreuzweh, um Infekte abzuwehren und vieles mehr. Hadmar Bankhofer gibt einfache Ratschläge für Ihr Wohlbefinden.

Wie wirkt von außen zugeführte Wärme? Der Körper versucht, diese mit dem Blutstrom abzutransportieren. Dadurch erweitern sich die Gefäße mit folgenden günstigen Effekten:

  • Steigerung der Stoffwechselsaktivität an betroffenen Stellen und der Durchblutung.
  • Stärkung des Immunsystems.
  • Entspannung der Muskeln, die Sehnen lassen sich besser dehnen. Die Erregbarkeit der Nerven wird herabgesetzt.
  • Positive Beeinflussung des Hormon-Geschehens.
  • Über Nerven-Reflexbahnen werden Selbstheilungsmechanismen unterstützt.
  • Wärmeeinfluss hat Auswirkungen auf jenen Teil des vegetativen Nervensystems, der für Entspannung sorgt.

Sehr gut behandeln lassen sich Verkrampfungen im Bereich Kopf, Nacken, Schultern, chronische Leiden am Bewegungsapparat wie Muskel- oder Gelenk-Rheuma, Hexenschuss, Ischias, Blasen- und Magenbeschwerden sowie Erkältungen im Anfangsstadium. Der Vorteil von Schwitzen durch Wärmeanwendung: Im Organismus wird künstliches Fieber erzeugt, das Krankheitserreger abtötet oder schwächt und diese mit dem Schweiß ausscheidet. Die Sauerstoffzufuhr verbessert sich, Säuren werden abgebaut.

Einfache Wärmequellen:

  • Thermophor, Heizkissen, Sand- oder Heublumensack, erhitztes Kirschkern-Säckchen.
  • Heiße Duschen lösen Verspannungen, Auflagen, Umschläge und Kompressen empfehlen sich vor allem bei Sportverletzungen, Muskel- und Gelenkproblemen. (Aber nicht im Akutfall und bei Entzündungen anwenden!)
  • Sauna eignet sich, nach Absprache mit dem Arzt, bei Gelenksverletzungen, Rheuma, hohem Blutdruck. Günstig auch im Fall von Akne, Nervosität, Stress und Schlafstörungen. Lindenblütentee unterstützt das Aufheizen von innen.

Wie eiskalt sind diese Hände und Füße
Ständige Unterkühlung der Gliedmaßen begünstigt Unterleibsleiden, Darmstörungen, Scheidenpilz, Blasenkatarrh und chronische Kopfschmerzen. Das Immunsystem wird geschwächt, die Temperatur in der Mundschleimhaut sinkt. Das freut Viren und Bakterien. Ursache für „Eisfüße“ können falsche Schuhe sein. Meist handelt es sich um Durchblutungsstörungen - auch Arterienverkalkung (abklären lassen!) -, Nierenschwäche, niedrigen Blutdruck, Angst, Stress (verengt die Gefäße). Die populärsten äußeren Maßnahmen:

  • Fußsohlen kräftig mit Rosmarin-, Handflächen mit Kamillenöl einreiben.
  • Massagen mit Trockenbürsten oder den Händen.
  • Im Bett die Füße auf einen Thermophor stellen, Wollsocken anziehen.
  • 1 bis 2 Minuten Wassertreten in der Bade- oder Duschwanne.
  • Für heiße Fußbäder eine Handvoll Salz einrühren oder in Rosmarin-Tee baden.
  • Füße drei Minuten in 38 Grad Celsius warmes Wasser stellen, dann 10 Sekunden in 15 Grad kaltes. Mehrmals wiederholen, dann Socken anziehen.
  • Kalte Hände drei Minuten in kaltes Wasser legen, danach in warmes, zuletzt ganz kurz in kaltes tauchen.
  • Ein Super-Rezept gegen „eisige“ Füße ist Tanzen!
  • Jedes Wochenende wandern oder zu Hause täglich 10 Minuten am Stand laufen.
  • Knoblauch verbessert die Durchblutung. Weiters Karotten, Paprika, Lauch, Nüsse und Kürbis.
  • Nicht rauchen! Nikotin verengt die Blutgefäße.

Hademar Bankhofer & Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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