19.12.2019 04:00 |

1 Chinese, 3 Deutsche

NCAP-Crashtest: Vier von 10 schaffen nur 3 Sterne

Fünf Sterne sind trotz regelmäßig verschärfter Testbedingungen so etwas wie das Standardergebnis beim Euro-NCAP-Crashtest. Diesmal verfehlten allerdings gleich vier Autos von zehn Kandidaten die Bestwertung: drei mäßig abschneidende E-Kleinstwagen und ein lernbedürftiger, aber auch -williger Chinese.

Bei Letztgenanntem handelt es sich um das E-SUV U5 des Start-ups Aiways, das lediglich auf drei Sterne kam - vor allem wegen einer schlechten Insassenschutzwirkung beim Seitenaufprall auf einen Pfosten. Zudem konnte die Fußgänger- und Radfahrer-Erkennung des Notbremssystems nicht überzeugen. Das Unternehmen reagierte prompt mit einer Stellungnahme und versprach, aus den Ergebnissen lernen zu wollen und kündigte Verbesserungen an. „Wir erwarten, dass der AIWAYS U5 zur Markteinführung 2020 in Europa uneingeschränkt zu den sichersten Mittelklasse SUVs zählen wird.“

Dass ein mäßiges Crashtest-Abschneiden kein generelles chinesisches Problem mehr ist, zeigten die beiden ebenfalls geprüften Modelle des vor allem in Großbritannien engagierten Herstellers MG (MG sitzt in Birmingham, die Autos werden aber in China produziert): Sowohl das SUV-Modell HS als auch der Elektro-Crossover ZS erreichten fünf Sterne. Genau wie die europäischen Konkurrenten Ford Puma, Audi Q8 und VW Golf sowie der Nissan Juke.

Lediglich drei Sterne fuhr das kürzlich überarbeitete Elektro-Kleinstwagentrio VW Up, Skoda Citigo und Seat Mii ein. 2011 reichte es bei den Dreien noch für fünf Sterne, diesmal wurden es zwei weniger, weil das Notbremssystem zwischenzeitlich aus der Standardausstattung für den europäischen Markt gefallen ist.

„Für die drei Sterne in der Gesamtwertung ist letztlich aber vor allem der schwache Fußgänger- und Radfahrerschutz verantwortlich. Einerseits sind weite Teile der Frontpartie und A-Säulen so gestaltet, dass ein Zusammenstoß tödlich enden kann. Andererseits macht sich auch in diesem Kriterium das Fehlen von Assistenzsystemen bemerkbar“, erklärt ÖAMTC-Experte Max Lang.

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