10.12.2019 14:36 |

Scooter-Firma gefloppt

Alles Geld in Facebook-Werbung gesteckt: bankrott!

Eigentlich wollte das texanische Start-up Unicorn Rides mit seinen 700 US-Dollar teuren E-Scootern die Welt erobern. Doch nach 350 verkauften Fahrzeugen ist schon wieder Schluss: Die Firma hatte einen Großteil ihrer Gelder in Facebook-Werbung gesteckt, um ihre Produkte bekannt zu machen. So viel, dass am Ende nichts mehr für die Produktion der Scooter und die Gehälter der Mitarbeiter übrigblieb.

Noch vor vier Wochen hieß es laut einem BBC-Bericht, dass alles nach Plan laufe und man Kunden ihre vorbestellten E-Scooter Mitte Dezember liefern werde. Nun folgte ein Mail von Unicorn-Gründer Nick Evans, in dem er bekanntgibt, dass es ihm „sehr leid“ tue, dass man doch nicht liefern könne. Evans: „Es macht mich traurig, Ihnen diesen Brief zu schreiben, aber uns sind die Mittel ausgegangen und wir stellen unseren Betrieb unverzüglich ein.“

In dem Brief erklärt der Start-up-Gründer auch, wieso die Firma kein Geld mehr hat. „Ein großer Teil unserer Einnahmen wurde verwendet, um für Facebook-Werbung zu bezahlen, die Traffic auf unsere Seite bringen sollte“, verrät Evans. Unglücklicherweise seien die Kosten höher als der Nutzen gewesen, das Geld habe dann für Kreditraten und Gehälter gefehlt.

„Äußerst ärgerlich“
Eine Kundin, die sich einen Unicorn-Scooter vorbestellt hatte, fasst ihren Ärger auf Facebook in Worte: „Das ist äußerst ärgerlich und ich bin nicht glücklich mit diesem Unternehmen.“ Eine andere Vorbestellerin erklärte, der Bankrott der Firma habe ihr das „Herz gebrochen“, weil sie den E-Scooter als Weihnachtsgeschenk für ihre Tochter bestellt hatte.

Unicorn hatte laut dem Bericht 150.000 US-Dollar von Investoren eingesammelt, um einen rund 25 Kilometer pro Stunde schnellen E-Scooter mit 25 Kilometern Reichweite anzubieten. Die Fahrzeuge sollten 700 US-Dollar kosten und waren vor allem für Pendler gedacht. Auf Facebook und Instagram ist das Unicorn-Management mittlerweile auf Tauchstation gegangen: Auf den Seiten des Start-ups herrscht seit Juni Funkstille.

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