Ansage von Kicker

Titelchance für Austria? „Ich liebe den Druck!“

Bundesliga
18.04.2026 06:55
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die Wiener Austria steht in der Fußball-Bundesliga sechs Runden vor Schluss auf Rang fünf – fünf Zähler fehlen auf Tabellenführer Sturm Graz. Aufgegeben hat man die Meisterträume in Favoriten aber noch nicht. „Wir sind noch voll im Rennen. Und wir haben die Mannschaft, um die Meisterschaft zu gewinnen“, erklärte Austria-Mittelfeldstratege Abubakr Barry vor dem Doppel gegen Red Bull Salzburg. Um im Titelkampf weiter mitmischen zu können, braucht es nun Siege.

Dementsprechend gefordert sind die „Veilchen“ am Sonntag (14.30 Uhr) im Heimspiel gegen die Salzburger und am Mittwoch (18.30 jeweils im Sportkrone.at-Liveticker) auswärts in der Retourpartie. „Alle Spiele in den Play-offs sind wichtig für uns. Aber ich glaube, die beiden Spiele, die wir gegen Salzburg bestreiten, werden darüber entscheiden, auf welchem Platz wir am Ende landen“, meinte Barry, der gute Erinnerungen an die „Bullen“ hat: Beim 2:0-Auswärtssieg im Februar besorgte der Gambier das erste Tor.

Der 25-Jährige erwartet ein „toughes“ Match, aber genau solche Spiele seien ihm die liebsten. „Man muss darauf achten, Fehler zu vermeiden. Denn jeden Fehler, den man macht, bestraft Salzburg. Deshalb muss ich voll konzentriert und in jedem Zweikampf, bei jedem Tackling und bei allem, was im Spiel passiert, bereit sein. Ich liebe den Druck auch, weil er mich zu einem besseren Spieler macht. Ohne Druck kann ich mir das gar nicht vorstellen.“

Lob vom Trainer
Lob erhielt Barry von seinem Trainer Stephan Helm, der seinem Schützling neben fußballerischem Talent einen „außergewöhnlichen Charakter“ bescheinigte. „Das ist ein total positives Beispiel, wie man sich in eine Mannschaft integriert. Und inzwischen integriert er andere Mitspieler“, sagte Helm. Barry sei ein „Beispiel für einen Transfer, den man irgendwo auf der Welt findet und dann so ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft wird. Er ist eine Bereicherung für uns alle und auch für den Verein und letztendlich sogar für die Liga.“

Stephan Helm
Stephan Helm(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Der Gelobte war vor seinem Wechsel an den Verteilerkreis in der zweiten israelischen Liga aktiv. Durch seine Entwicklung in fast zwei Bundesliga-Saisonen könnte Barry der Austria zu dringend benötigten Transfereinnahmen verhelfen. Der Klub hatte im März die Vertragsoption zur Verlängerung bis 2027 gezogen. Ein Verkauf nach dieser Saison könnte sich also monetär lohnen. „Im Moment denke ich nicht groß darüber nach, woanders hinzugehen. Aber ja, jeder Spieler möchte in seiner Karriere größere Schritte machen. Wenn sich also eine größere Chance ergibt, warum nicht? Aber im Moment konzentriere ich mich nur darauf, für die Austria zu spielen und zu gewinnen“, meinte Barry diplomatisch.

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