„Wird wohl ertrinken“
Kann „Timmy“ diesen Rettungseinsatz überleben?
Die private Rettungsinitiative für den vor der deutschen Insel Poel gestrandeten Buckelwal will ihre Arbeit am Samstag fortsetzen. Am Freitag waren bereits erste Probespülungen gemacht und weiteres Material herbeigeschafft worden. Experten befürchten, dass „Timmy“ den Rettungseinsagt nicht überleben und ertrinken wird.
Bereits da war jedoch schon klar: „Wir sind einen Tag hinten dran“, sagte Mediamarkt-Gründer Walter Gunz. Er finanziert zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die Aktion.
Pontons und Plane sollen den Wal tragen
Das Tier soll auf einer Plane zwischen zwei Pontons in Richtung Nordsee transportiert werden. Die Plane muss zuvor unter das etwa zwölf Tonnen schwere Tier gebracht werden. Dazu soll es mit Luftkissen angehoben werden, wofür wiederum zuvor Schlick weggespült werden muss.
Die Pontons sollen von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen und so angeordnet werden, dass innen eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. „Da drin wird der Wal sich dann ja aufhalten“, sagte der Chef des von der privaten Initiative beauftragten Tauchunternehmens, Fred Babbel.
Reste eines Netzes im Maul
Der tonnenschwere Meeressäuger ist durch verschiedene Faktoren geschwächt. Der Wal könne aktuell keine Nahrung aufnehmen und hungert. Vermutet wird außerdem, dass er Wasser in der Lunge hat. Hinzu kommen die Reste eines Netzes im Maul des Wals: „Wir wissen nicht was mit dem Netz ist, möglicherweise ist es in die Haut eingewachsen, oder er hat Teile verschluckt – das wissen wir nicht“, so ein Greenpeace-Sprecher.
Etliche Fachleute: Heimreise des Wals unmöglich
Wissenschafter, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.
„Die Chancen, dass der Wal in der Nordsee landet und dort frei schwimmt, sind gering“, so auch der Sprecher. Er gehe davon aus, dass der Wal dort ertrinken wird, weil er so geschwächt ist. „Timmy“ liegt seit 19 Tagen an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht.









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