Mo, 27. Mai 2019
13.02.2019 09:07

Untersucht Brennstoff

Roboter wagt sich in die Tiefen Fukushimas vor

Fast acht Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima haben die Betreiber des japanischen Atomkraftwerks einen komplizierten Einsatz zur Untersuchung des geschmolzenen Kernbrennstoffs gestartet. Wie der Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilte, wurde am Mittwoch ein Roboter in einen der zerstörten Reaktoren geschickt, um die Brennstoffreste zu untersuchen.

Das Gerät soll herausfinden, ob die hochradioaktiven Überreste in Reaktor 2 fest genug für eine Entsorgung sind oder bei einer Berührung sofort zerbröseln. In den Reaktoren waren schon öfter Roboter unterwegs, um nach geschmolzenem Brennstoff zu suchen und Fotos zu machen. Am Mittwoch wurde nun aber erstmals ein Versuch unternommen, den Brennstoff genauer zu untersuchen.

Die Bergung der atomaren Überreste gilt als der schwierigste Teil beim Abbau der Atomruine und soll nach Angaben von Tepco erst 2021 beginnen.

Schlimmster Atomunfall seit Tschernobyl
In Fukushima hatte sich nach einem schweren Erdbeben und einem Tsunami im März 2011 das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986 ereignet. Weil das Kühlsystem ausfiel, kam es in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze. Das Gebiet in einem weiten Umkreis wurde radioaktiv verseucht und ist bis heute unbewohnbar.

Bei dem Aufräumarbeiten setzt Kraftwerksbetreiber Tepco seit Jahren auf Roboter. Sie tauchen im radioaktiven Wasser und dringen dorthin vor, wo kein Mensch sich hinwagen könnte. Die teils hochradioaktiv verstrahlten Bereiche des Kraftwerks sind aber sogar für Roboter gefährlich. Vor zwei Jahren berichtete Tepco schon einmal vom Ausfall eines Roboters, nachdem dieser im Inneren der AKW-Ruine den höchsten Strahlenwert seit dem Atomumfall 2011 gemessen hatte.

 krone.at
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