So, 18. November 2018

Sie kommen 2019

10.11.2018 09:00

Falt-Handys: Was sie können, wer davon profitiert

2019 wird es ernst: Samsung will sein erstes Smartphone zum Falten auf den Markt bringen und auch von anderen Herstellern dürften entsprechende Geräte kommen. Mobilgeräte, die sich vom Handy in ein Tablet verwandeln, sind also greifbar. Aber welche Fähigkeiten werden solche Geräte haben? Und wie steht es um die Hardware-Spezifikationen der Displays: Reicht die gebotene Schärfe? krone.at hat auf der Samsung Developers Conference in San Francisco nachgeforscht.

Nicht nur Samsung, sondern auch das chinesisch-kalifornische Start-up Royole hat nach eigener Angabe marktreife flexible OLED-Displays entwickelt, die sich zusammenfalten lassen. Erste Handys, die von solchen Bildschirmen Gebrauch machen, kommen 2019.

Displays sollen 300.000 Faltvorgänge aushalten
Auf der Hardware-Ebene hat Samsung schon recht konkrete Spezifikationen seiner neuen Displays verraten. So sollen sie rund 300.000 Faltvorgänge überstehen, bevor sie - bei Prototypen der vergangenen Jahre stets ein großes Problem - verschleißen. Entspricht die Nutzungsdauer solcher Geräte ungefähr jener aktueller Smartphones, sollte Verschleiß also kein allzu großes Problem sein: Die meisten User tauschen ihr Handy schließlich ohnehin alle zwei bis drei Jahre.

Die schiere Auflösung - wichtig, wenn man im Tablet-Modus beim Lesen scharfen Text haben möchte - beziffert Samsung bei 7,3 Zoll Diagonale mit 2152 mal 1536 Pixeln. Faltet man Samsungs Display zusammen, übernimmt ein kleineres 4,6-Zoll-Display im recht lang gestreckten 21:9-Format, das mit 1960 mal 840 Pixeln auflöst. Die Pixeldichte sollte somit sowohl im Handy- als auch im Tablet-Modus ausreichen, um scharfe Bilder und klar lesbaren Text zu gewährleisten.

Software-Pläne bereits weit fortgeschritten
Aber wie nutzt man ein faltbares Smartphone? Geht es nach Samsung und Google, die ihre Pläne in San Francisco bereits detailliert skizziert haben, soll das größere Display immer dann zum Einsatz kommen, wenn es um Multitasking oder schlicht viel Bildfläche geht.

Der Übergang vom kompakten zum größeren Bildschirm soll dabei ein nahtloser sein: Android wird sich auf flexiblen Geräten merken, an welcher Stelle einer App der Nutzer gerade war und beim Wechsel vom Kompakt- in den Tablet-Modus an derselben Stelle fortsetzen und die zusätzliche Arbeitsfläche flexibel nutzen.

Das bedeutet, dass App-Entwickler sich künftig Gedanken darüber machen müssen, wie sie die gewonnene Fläche verwenden. Eine Zeitungs-App könnte auf faltbaren Geräten beispielsweise im Handy-Modus eine kompakte Auflistung von Schlagzeilen anbieten und beim Auffalten bildlastiger werden. Eine Navi-App könnte einen größeren Kartenausschnitt präsentieren. Und wenn eine App den zusätzlichen Platz nicht unbedingt benötigt, kann er für Multitasking verwendet werden, also mehrere Apps gleichzeitig beherbergen - etwa die Mail-App, den Kalender und einen Browser.

Verführerisch für Multitasker und Vielleser
Der Multitasking-Aspekt könnte es dann auch sein, der bei Markteinführung der schönen neuen Falt-Smartphones die Nutzer anlockt. Smartphones sind längst für viele Menschen integraler Bestandteil ihres mobilen Berufs- oder Bildungsalltags. Und mehr Bildschirmfläche und die Möglichkeit, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen und Dokumente, Tabellen oder Präsentationen im Großformat betrachten zu können, könnte für sie ein echtes Argument für den Umstieg werden.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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