21.09.2018 07:55 |

Nach EU-Rüffel

Airbnb will Preise künftig transparenter anzeigen

Airbnb stellt nach Kritik der EU-Kommission die Preise auf seiner Website transparenter dar. Die Wohnungsplattform habe Änderungen bei bestimmten Punkten zugesagte, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Die Verbesserungen müssten bis Jahreswechsel umgesetzt werden.

Justizkommissarin Vera Jourova hatte im Juli kritisiert, dass Airbnb nicht schon bei der ersten Suchanfrage alle zusätzlichen Kosten wie die Buchungs- oder Reinigungsgebühr anzeigt. Airbnb muss zudem künftig deutlich ausschildern, dass seine Kunden berechtigt sind, bei Gerichten in ihrem Wohnsitzland etwaige Klagen einzureichen.

Airbnb bietet ähnlich wie Rivale Wimdu Privatwohnungen für Reisende an und macht damit Hotels große Konkurrenz. Kritiker werfen dem US-Konzern vor, in Touristenhochburgen wie Barcelona oder Berlin für die stark steigenden Mietpreise mitverantwortlich zu sein. Auch in Österreich werden unzählige Wohnungen auf Airbnb angeboten.

Hotelverband feiert „Etappenerfolg“
Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich feierte das strengere Vorgehen der Europäischen Kommission gegen Airbnb denn auch als „wesentlichen Etappenerfolg“ jahrelanger interessenpolitischer Verhandlungen für fairen Wettbewerb.

Die Beauftragte für Fragen zur touristischen Wohnraumvermietung in der WKÖ, Andrea Steinleitner, hofft, „dass die bisherige Unklarheit bei der Preis- und Produktdarstellung damit endlich ein Ende nimmt“. Bisher sei für den Gast nicht klar, ob Mehrwertsteuer oder Ortstaxe anfielen. Dadurch komme es zu Preisverzerrungen.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter