Di, 23. Oktober 2018

„Widerlich!“

16.04.2018 14:53

Behörden entsetzt: Kinder-Sexpuppen auf Amazon

Wirbel um Angebote am Amazon Marketplace: In Großbritannien sind mehrere Angebote für Kinder-Sexpuppen für Pädophile auf dem Portal entdeckt worden. Nachdem der Online-Händler über die Angebote informiert wurde, löschte er diese zwar unverzüglich. Doch die Behörden sind entsetzt, fordern von Amazon eine noch härtere Gangart.

Am Amazon Marketplace bieten Dritthändler Produkte an und nutzen die Amazon-Infrastruktur zur Geschäftsanbahnung. Was dort verkauft wird, wird also nicht von Amazon selbst verkauft. Der Online-Riese hat aber natürlich eine Handhabe, damit dort keine illegalen Aktivitäten stattfinden.

Amazon verweist auf Verkaufsrichtlinien
Gegenüber der BBC, wo man die Kinder-Sexpuppen auf Amazon entdeckt hat, erklärt man: „Alle Marketplace-Verkäufer müssen unseren Verkaufsrichtlinien folgen und wer das nicht tut, wird Gegenstand einer Aktion bis hin zur potenziellen Löschung seines Accounts. Die fraglichen Produkte sind nicht länger verfügbar.“

Manchen Beobachtern geht Amazon dabei allerdings nicht konsequent genug vor. Anne Longfield, die britische Kinderbeauftragte, sagt: „Diese Puppen sind widerlich und sollen offensichtlich aussehen wie Kinder. Solche Puppen sind eindeutig für einen bestimmten Zweck gemacht und eine klare Gefahr für die Sicherheit echter Kinder.“ Sie fordert nicht nur die Entfernung der Produkte, sondern auch eine Erklärung, wieso solche Puppen überhaupt am Marketplace angeboten werden konnten.

Zoll fing fast 180 Kinder-Sexpuppen ab
Tatsächlich werden die Puppen oft von Händlern im Ausland angeboten. Der britische Zoll hat in den vergangenen zwei Jahren rund 180 solche Kinder-Sexpuppen - oft werden sie der pädophilen Kundschaft im Paket mit „sexy Lingerie“ geschickt - an der Grenze abgefangen. Meist sind die Puppen gut einen Meter groß und bei Optik und Gewicht echten Kindern nachempfunden.

Bei der britischen National Society for the Prevention of Cruelty to Children (NSPCC) sieht man solche Kinder-Sexpuppen als „Einstiegsdroge“ für Pädophile und befürchtet, dass Käufer solcher Produkte sich später möglicherweise an echten Kindern vergehen. Eine Präventionswirkung, wie sie Nutzer solcher Puppen aus Japan argumentieren, sieht man beim NSPCC nicht. Almudena Lara von der NSPCC: „Diese Puppen könnten zu einer Abstumpfung der Menschen führen, die sie nutzen, so dass sie wirklich Kinder missbrauchen.“

 krone.at
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