Sa, 22. September 2018

Kein 911er!

19.03.2018 15:16

Das wohl meistunterschätzte Auto von Genf: Ruf SCR

Ein Hyperdrüber-Supercar mit 1800 PS, das 500 km/h schaffen soll, fliegende Fahrzeuge und noch mehr Boliden mit gefühlt unendlich viel Leistung. Sie alle standen auf dem Genfer Salon 2018, allen sieht man an, was sie sind. Doch dieser grüne „Porsche 911“, den wir hier sehen, der ist den wenigsten aufgefallen. Denn er sieht nur so aus, wie er aussieht. Tatsächlich ist er unter dem Blech etwas ganz anderes. Und Blech ist das übrigens auch nicht.

Die Optik? Porsche 964, überarbeitet, verfeinert, gepimpt, veredelt, aber nur von Fachleuten zu entlarven als „das ist kein Porsche“. Am Radstand könnte einem etwas auffallen, denn so weit hinten sind die Hinterräder normalerweise nicht. Okay, die Lufteinlässe auf den Schultern gehen als Tuning-Maßnahme durch. Nicht erkennbar: Die Karosserie besteht aus Carbon.

Ebenfalls nicht erkennbar: Das Chassis ist ein Carbon-Monocoque mit integriertem Stahlrohrkäfig. Das hat Ruf auch in Genf ausgestellt, aber eher am Rand. Der Antrieb ist höchst klassisch, aber unklassisch mächtig: Im Heck sitzt ein vier Liter großer Sechszylinder-Boxer, kein Turbo oder so etwas, rein saugend leistet er 510 PS, liefert 470 Nm bei 5760/min. Bei dem geringen Gewicht von 1250 kg verspricht das böse Beschleunigung, bis hinauf auf 320 km/h. Wiederum sehr klassisch: manuelles Sechsganggetriebe.

Pushrod-Radaufhängungen an allen vier Rädern sieht man am ausgestellten Chassis. Sie entsprechen den Fahrwerken, die in der Formel 1 verwendet werden. Einen Preis gibt es noch nicht.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl

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