Sa, 18. August 2018

Körpersäfte

17.03.2018 06:00

Das ist ja ekelhaft ...

Schweiß, Urin, Kot, Spucke, Ohrenschmalz. Warum finden wir sie so abstoßend, obwohl sie doch viele wichtige Funktionen erfüllen? Geschichten über den Ekel.

Spucke im Mund ist ein normaler Bestandteil des Körpers. Sobald sie diesen aber verlässt, finden wir sie eklig. Das gleiche trifft auf Nasensekret, Ohrenschmalz, Sperma, Blut, Kot oder Urin zu. Von einer auf die andere Sekunde gehört das alles nicht mehr zu einem selbst, sondern wird als fremd, ekelerregend und abstoßend empfunden.

Ekel ist jedoch offenbar auch anziehend, wie Millionen Follower der US-Hautärztin Dr. Sandra Lee beweisen, die unter dem Pseudonym Dr. Pimple Popper auf ihren YouTube Videos zeigt, wie sie ihre Patienten von diversen Unreinheiten oder Hauterkrankungen befreit. In Großaufnahme und ohne Erbarmen für schwache Nerven. Das Buch „100 Most Disgusting Things on the Planet“ wiederum beschreibt, was die Menschen je nach Kulturkreis als eklig empfinden.

Ekel ist zumindest zum Teil erlernt, wie die deutschen Wissenschaftsredakteure Werner Bartens und Sebastian Herrmann herausgefunden haben. Beschrieben in ihrem Buch „Herrlich eklig! Alles über die verkannten Wundersäfte unseres Körpers“. Darin wird unter anderem erklärt, was die Säfte und Substanzen in unserem Inneren alles für uns erledigen. So verteilen sie zum Beispiel Sauerstoff, entsorgen Abfall, verteidigen den Körper gegen Krankheitserreger und locken Geschlechtspartner an.

Die Autoren erklären aber auch, dass Ohrenschmalz außer der Galle das einzige Sekret des Menschen ist, das bitter schmeckt. Außerdem finden sich in dem Werk zu jeder Absonderung des Körpers auch Informationen wie Steckbrief, Rekorde, Nutzwert, Anekdoten, Sitten, Rituale, Kunst, Kenner und Liebhaber.

In der Kategorie Rekorde findet man bei Urin etwa, dass ein durchschnittlicher Mensch zeitlebens rund 35.000 Liter Urin pieselt. Das sind ca. 315 Badewannen voll! Und beim Schweiß haben die Autoren einen berühmten Liebhaber ausgemacht: Johann Wolfgang von Goethe. Der gestand einst, ein gebrauchtes Mieder seiner angebeteten Frau von Stein gestohlen zu haben, um immer daran riechen zu können, wenn ihm danach war.

Mag. Katharina Lhotsky, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Seien Sie live dabei!
Ganz Linz feiert mit der „Krone“
Oberösterreich
Justins vorne
Diese Stars sollen gut bestückt sein
Stars & Society
Nebenhöhlenentzündung
Verstopfte Nase auch im Sommer
Gesund & Fit
Vergessen und teuer
Wirklich wahr: Bund betreibt Skiverleih
Österreich
Auch Cobra im Einsatz
Kneissl-Hochzeit: Ausnahmezustand in Weinbergen
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.