So, 24. Juni 2018

Krypto-Mining vs. LTE

19.02.2018 16:39

Handys gestört: Behörden legen Bitcoin-Mine still

Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat in einer Wohnung im New Yorker Stadtteil Brooklyn eine Bitcoin-Mine stillgelegt, weil sie Funkwellen ausgestrahlt hat, die das lokale T-Mobile-Mobilfunknetz beeinträchtigt haben sollen. Die Mining-Hardware wurde behördlich abgeschaltet. Nimmt der Bitcoin-Glücksjäger sie wieder in Betrieb, drohen empfindliche Strafen.

Wie das IT-Portal „Ars Technica“ berichtet, begann alles mit einer Meldung des Mobilfunkers an die Behörde, wonach das Mobilfunknetz in Brooklyn durch 700-Megahertz-Störsignale beeinträchtigt wurde. T-Mobile nutzt diese Frequenz in New York, um die Bevölkerung mit LTE-Mobilfunk zu versorgen. Wie sich herausstellen sollte, funkten aber nicht nur Mobilfunkgeräte auf der Frequenz.

Bitcoin-Mine funkte am 700-Megahertz-Band
Die Behörden identifizierten eine Wohnung als Quell der Interferenzen, in der ein Mann eine Bitcoin-Mine betrieb. Er nutzte hochspezialisierte Mining-Hardware zur Bitcoin-Erzeugung: den Antminer S5 vom chinesischen Hersteller Bitmain. Dabei handelt es sich um Grunde um einen kleinen Computer, dessen Spezialprozessor ausschließlich für die Erzeugung von Bitcoins optimiert wurde. Als der Mann die Mining-Hardware abschaltete, verschwanden beim Besuch der FCC die Interferenzen.

Dem Bitcoin-Schürfer wurde ein Betriebsverbot auferlegt. Schaltet er seinen Antminer noch einmal ein, „könnte das den Betreiber schweren Strafen aussetzen“, warnt die FCC. Die Beeinträchtigung von Funknetzwerken werde mit Geldstrafen, in schweren Fällen sogar mit Haft sanktioniert, heißt es von der Behörde.

Schürf-Hardware funkt normalerweise nicht
Unklar ist derweil, wieso der weltweit zigtausendfach genutzte Antminer S5 zum Störsender wurde. Normalerweise erzeugen solche Geräte keine Funkemissionen, laut FCC habe es sich um einen Einzelfall gehandelt.

Im konkreten Fall könnte es sich um einen Hardware-Fehler gehandelt haben. Oder um eine Manipulation durch den Nutzer, um den Ertrag beim Bitcoin-Schürfen zu steigern. Dem Betreiber der Bitcoin-Mine wurde ein Fragenbogen übermittelt, mit dem die Behörde die Ursachen der Funkemissionen ausforschen will.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.