Dass Teenager oft über die Strenge schlagen und meist übertreiben – wenn sie ihre „Null Bock auf gar nichts“-Phase einmal überwinden und etwas tun -, wissen vor allem die Erwachsenen schon lange. Amerikanische Forscher haben jetzt herausgefunden, warum das so ist.
James Bjork und weitere Wissenschaftler um denUS-amerikanischen Forscher haben herausgefunden, das bei Jugendlichendas ventrale Striatum (diese Gehirnregion wird auch Streifenkörpergenannt), das bei Motivation und Belohnung eine Rolle spielt,noch nicht voll entwickelt ist. Das bedeutet, dass die Heranwachsendenoffenbar viel stärkere Reize brauchen, um den "Kick" zu empfinden,der bei den Erwachsenen schon früher einsetzt.
Das Experiment Wie die Forscher das herausgefunden haben? Sie schnapptensich zwölf Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und zwölfjunge Erwachsenen zwischen 22 und 28 Jahren und ließen siezocken. Während dieses Experimentes scannten die Wissenschaftlerdie Gehirne der Versuchskaninchen. Das Ergebnis: Währendsich im Streifenkörper bei den Jugendlichen wenig tat, wardas ventrale Striatum bei den jungen Erwachsenen deutlich aktiver.
Fazit: Weil die Jugendlichen den "Kick" erst späterspüren, sind sie in manchen Fällen extrem leichtsinnigoder greifen zu Alkohol und anderen Mitteln, um die Reize zu verstärken.
Die Ergebnisse des Experimentes wurden im Fachmagazin"The Journal of Neuroscience" veröffentlicht.
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