Der Iraner Mehdi Taremi hat den Fußball-Weltverband FIFA nach der letzten Partie der WM-Gruppenphase wegen der erschwerten Bedingungen für seine Nationalmannschaft scharf kritisier!
„Es ist eine Katastrophen-Weltmeisterschaft“, sagte Irans Kapitän nach dem 1:1 gegen Ägypten. Die Iraner müssen wegen Einreisebeschränkungen für jedes Spiel aus dem WM-Quartier im mexikanischen Tijuana in die USA einreisen und dürfen nur für kurze Zeit vor und nach den Spielen in den USA bleiben.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hatte zu hohen Hürden in der WM-Vorbereitung und auch während des Turniers geführt. Iranische Verbandsvertreter kritisierten die Maßnahmen als Benachteiligung und beklagten zudem, dass mehrere Betreuer und Funktionäre keine US-Visa erhalten hätten. „Das liegt in der Verantwortung der FIFA“, sagte Taremi im WM-Stadion von Seattle. „Sie müssen hier jedes kleine Problem lösen, aber unseres konnten sie von Anfang an nicht lösen.“
Keine Besserung trotz Infantino-Versprechen
FIFA-Boss Gianni Infantino sei nach der ersten WM-Partie gegen Neuseeland in die Kabine gekommen und habe eine Verbesserung der Bedingungen versprochen, berichtete Taremi. Bisher habe sich an den Einreisebedingungen und den Visa-Problemen für die Betreuer jedoch nichts geändert. „Kleinigkeiten entscheiden die Spiele. Da sind Erholung und ein freier Kopf wichtig. Wir haben hier keinen klaren Kopf“, sagte der Stürmer.
Der Iran steht am Ende der WM-Vorrunde mit drei Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis auf dem dritten Platz seiner Gruppe. Die Chancen, sich als einer der besten acht Gruppendritten für das Sechzehntelfinale zu qualifizieren, sind noch intakt. „Ich bin stolz auf sie“, sagte Teamchef Amir Ghalenoei über seine Spieler und ergänzte mit Blick auf die USA: „Die Gastgeber-Nation hat uns sehr unfair behandelt.“
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