Amazon habe "volksverhetzende, strafbare Schriften" mit rechtsextremen und antisemitischen Inhalten auf seinen Internetseiten vertrieben, sagte der AJC-Sprecher dem Blatt. Das AJC hat dem Bericht zufolge bei einer Stichprobe Mitte Juli auf den deutschen Seiten von Amazon 60 "volksverhetzende Bücher" gefunden. Auf entsprechende Hinweise zu den Funden habe Amazon nicht oder nur unzureichend reagiert.
Die Bücher seien vor allem von Antiquariaten und Privatpersonen, aber auch von Amazon selbst vertrieben worden. Unter den Schriften sei auch der sogenannte "Rudolf-Report" des deutschen Rechtsextremisten und Holocaust-Leugners Germar Rudolf. Dieser behauptet darin, dass im Konzentrationslager Auschwitz niemals Gefangene mit Gas getötet worden seien. Wie eine Suche von krone.at beweist, lässt sich das Buch über Amazon problemlos finden und bestellen (Bild).
Wie der "Tagesspiegel" weiter berichtet, wirft das AJC Amazon vor, gezielt für Bücher mit "volksverhetzendem Inhalt" geworben zu haben. Mindestens seit Februar 2008 seien über Google Anzeigen für den "Rudolf-Report" geschaltet worden.
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