Mi, 18. Juli 2018

Rache ist süß!

15.05.2009 14:30

Pirate-Bay-Macher wollen es Industrie heimzahlen

Obwohl das Berufungsverfahren der schwedischen Filesharing-Päpste von "The Pirate Bay" noch nicht abgeschlossen ist, müssen sie der Schadensersatzzahlung an die Musik- und Filmindustrie über rund 2,7 Millionen Euro schon jetzt nachkommen. Die Torrent-Macher erklärten sich dazu auch bereit, allerdings nicht ohne sich im gleichen Atemzug an der Gegenseite zu rächen.

Die Piraten haben nämlich ihre User dazu aufgerufen, bei der Bezahlung mitzuhelfen. Und zwar sollen sie das Geld in Kleinstbeträgen an die Anwaltskanzlei der Industrie überweisen. So soll pro Überweisung nur eine schwedische Krone (rund 0,9 Euro) auf einmal am Konto der Advokaten eintreffen. Da die Kanzlei bei ihrem Bankkonto nur 1.000 Transaktionen inklusive hat, muss sie für jede weitere zwei Kronen bezahlen. Im Anschluss daran soll das Geld als Fehlüberweisung rückgebucht werden - wodurch der Kanzlei erneut Kosten entstünden.

Auf diesem Weg wollen die Macher von "The Pirate Bay" offenbar sicher gehen, dass die Musik- und Filmindustrie ihren Sieg nicht allzu genüsslich auskosten kann. Und ziemlich sicher bereitet es ihnen eine tierische Freude, sich auf diesem Weg für ihre Verurteilung zu rächen.

Die Betreiber von "The Pirate Bay" waren Anfang April wegen Verletzung des Urheberrechts zu einem Jahr Haft sowie zur Zahlung der rund 2,7 Millionen Euro verurteilt worden. Gegen das Urteil legten sie Berufung ein.

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