Satelliten-Sterben

US-Behörde warnt vor GPS-Ausfällen ab 2010

Elektronik
12.05.2009 12:56
2010 könnte die zuletzt wegen moderner Navigationssysteme zunehmend in Vergessenheit geratene Straßenkarte eine Renaissance erleben. Dann nämlich fallen altersbedingt die ersten GPS-Satelliten aus, warnt die US-Aufsichtsbehörde Government Accountability Office (GOA) auf ihrer Website. Noch sei nicht klar, ob die US Air Force rechtzeitig für Satelliten-Nachschub sorgen könne.

Wenn nicht, so die GOA weiter, "könnte das sowohl militärische Operationen wie zivile Benutzer beeinträchtigen." Schuld an der Misere trägt der Behörde zufolge die Air Force, die ihrer Aufgabe, den Bau neuer GPS-Satelliten voranzutreibend, nicht ausreichend nachgekommen sei. 

Bereits vor drei Jahren hätten die ersten Satelliten der Nachfolge-Generation "IIF" ins All geschossen werden sollen, jetzt soll es erst im November 2009 so weit sein. Die Kosten für das Projekt wurden bislang um 870 Millionen US-Dollar überschritten.

Das für Europa geplante Navigationssatelliten-System Galileo dürfte indes erst 2013 betriebsbereit sein. Bis zum Start sollen dafür rund 30 Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen werden.

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