Am schnellsten spenden kannst du mit Hilfe der bereits 1999 ins Leben gerufenen Website "The Hunger Site": Einfach hinsurfen, auf die Schaltfläche "Click Here to Give – it's FREE" klicken, fertig. Mit jedem Klick spenden und verteilen Hilfsorganisationen wie Feeding America oder die Save Darfur Coalition Nahrung an hilfsbedürftige Menschen. Auf der Website lässt sich mitverfolgen, wie viele Lebensmittel durch das werbefinanzierte Sponsoring täglich gespendet werden. Rein durch Klicks kamen so allein im Jahr 2008 über 3.750 Tonnen an Nahrungsmitteln zusammen.
20 Reiskörner für jede Suchabfrage
Um Nahrungsmittel, konkret Reis, geht es auch bei der Websuche von "Hoongle": Mit jeder Suchabfrage spendet die ebenfalls werbefinanzierte Suche 20 Reiskörner an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Auf den ersten Blick nicht viel, doch wer die Suchmaschine nur zwei Mal täglich nutzt, spendet so im Jahr rund 15.000 Reiskörner. Die Suche selbst greift auf die Technologie von Google zurück, so dass "Hoongle"-Nutzer keinerlei Abstriche bei der Qualität der Suche befürchten müssen.
Wer nicht nur Gutes tun, sondern zugleich auch seinen Englisch-Wortschatz auffrischen möchte, der sollte einen Blick auf das kostenlose Online-Spiel "FreeRice" des UN-Welternährungsprogramms sowie des Berkman Centers for Internet and Society an der US-Eliteuniversität Harvard werfen: Wer die Bedeutung englischer Begriffe errät und Fragen zu Mathematik, Kunst und Chemie korrekt beantwortet, spendet mit jeder richtigen Antwort zehn Reiskörner für den guten Zweck. Seit dem Start im Oktober 2007 kamen so bereits 62 Milliarden Reiskörner für bedürftige Menschen in Ländern wie Bangladesch, Uganda, Myanmar oder Bhutan zusammen.
0,1 Quadratmeter Regenwaldfläche pro Klick
Dem Schutz des Regenwaldes verschrieben hat sich hingegen die Suchmaschine "Forestle": Mit jeder abgesetzten Suche werden im Rahmen des "Adopt an Acre"-Programms zum nachhaltigen Schutz der Regenwälder 0,1 Quadratmeter Regenwaldfläche gekauft. Möglich wird dies durch Werbeeinnahmen, die durch Klicks generiert werden. Die entsprechenden Anzeigen stammen dabei ebenso wie die Suchengine von Projekt-Partner Yahoo. "Forestle" zufolge führt ein durchschnittlicher Internetnutzer pro Jahr zirka 1.000 Suchanfragen durch. Würde jede dieser Suchen über die "grüne Suchmaschine" erfolgen, könnten pro Kopf und Nase jährlich rund 100 Quadratmeter Regenwald gerettet werden. Bei 500.000 Usern entspräche die gerettete Fläche laut Website bereits jener von New York City.
Strom sparen mit "Blackle"
"Ökologisch" suchen lässt sich auch mittels "Blackle": Die Suchmaschine basiert auf dem Google-Suchalgorithmus, liefert aber alle Ergebnisse vor einem dezent schwarzen Hintergrund. Dies deshalb, weil die Darstellung von hellen Farben auf dem Computer-Monitor wesentlich mehr Strom verbraucht als die von dunklen. Würde Google seine Suche auf einem schwarzen Hintergrund anbieten, könnten weltweit, so die Berechnung eines Blogs, jährlich 750 Megawattstunden Strom gespart werden. Ob dies für LCDs ebenfalls gilt, ist allerdings umstritten.
Mails verschicken und Gutes tun
Gutes tun lässt sich zu guter Letzt auch mit der 2008 zur "Fundraising Innovation des Jahres" gewählten "email charity": Die von Hilfsorganisationen wie der Caritas, den Ärzten ohne Grenzen, der Volkshilfe Österreich oder Licht für die Welt unterstützte Initiative bindet nach einer kostenlosen Registrierung werbefinanzierte Banner in die Signaturen von E-Mails ein. Der Nutzer entscheidet dabei selbst, an welche Organisation die durch seine verschickten Mails generierten Spendengelder wandern. Unterstützt werden neben den Mail-Diensten Outlook oder Thunderbird etwa auch Freemail-Anbieter wie Google Mail oder GMX.
Solltest du jetzt auf den Geschmack gekommen sein und mit wenigen Klicks weitere gute Taten vollbringen wollen, empfiehlt sich eine Internetsuche nach Begriffen wie "One Click Charity" oder sogenannten "Free Click Charities". Am besten greifst du dabei gleich auf eine der oben vorgestellten Suchen zurück.
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