Jetzt wechseln!

Tipps fürs Reifenwechseln

Motor
16.04.2009 12:09
Jetzt ist es endgültig Zeit zum Reifenwechseln! Wer die Sommerreifen nicht auf extra Felgen hat, kommt um einen teuren Besuch in der Werkstatt nicht herum. Das bloße Umstecken kann man im Prinzip dagegen selbst erledigen, das Geld für die Reifenwerkstatt kann man sich sparen. Dabei darf man sich natürlich keinen Fehler erlauben, sonst wird’s gefährlich und teuer. Hier einige Tipps vom ÖAMTC!
  • Ein kräftiger Wagenheber muss her. Der bordeigene Wagenheber für die Panne unterwegs ist für einen professionellen Reifenwechsel weniger geeignet. 
  • Blick in den Werkzeugkoffer: Zum Reifenwechsel braucht man zumindest Radkreuzschlüssel oder Stecknusssatz, idealerweise Drehmomentschlüssel, eventuell Hochtemperatur-Schmierstoff "Anti Seize" und Drahtbürste. 
  • Reifencheck: Wer die Reifen vom Vorjahr verwendet, sollte sie auf eventuelle Schäden prüfen. Neue Reifen müssen richtig dimensioniert sein. Die erforderliche Reifengröße steht im Typenschein. Wer neue Reifen benötigt, braucht erst gar nicht umzustecken und lässt dies beim Reifenkauf gleich vom Händler machen.
  • Ausreichend Platz: Der Wagen muss gerade stehen, die Handbremse angezogen und ein Gang eingelegt sein. Bevor man den Wagenheber ansetzt, sucht man die richtigen Auflagepunkte. Im Zweifelsfall lieber in die Betriebsanleitung schauen. Vor dem Anheben löst man die Radmuttern leicht, ohne sie zu entfernen. Dann hebt man das Auto an, entfernt die Schrauben und nimmt das Rad ab.
  • Prüfung von Felge und Co: Bevor man die Sommerreifen montiert, nützt man am besten die freie Sicht in das Innenleben des Autos und untersucht Stoßdämpfer und Bremsen auf Fehler. Felgen bzw. Schrauben werden – falls notwendig – mit einer rauen Bürste gereinigt. Das stellt sicher, dass die Schrauben später gut sitzen.
  • Die richtige Zuordnung: Die Reifen dürfen getauscht werden, um sie gleichmäßig abzufahren. Der rechte vordere Reifen soll rechts hinten montiert werden, links vorne gehört nach links hinten.
  • Montage: Wer hier keine helfende Hand hat, muss kräftig sein. Man setzt das Rad so an, dass die Felgenlöcher mit den Löchern des Radträgers übereinstimmen und zieht die erste Schraube handfest an. Nachdem alle Schrauben mit dem Werkzeug kreuzweise angezogen wurden, lässt man das Auto zu Boden. Nun kommt der Drehmomentschlüssel zum Einsatz. Damit werden die Radschrauben, ebenfalls über Kreuz, auf die empfohlenen Werte nachgezogen. Angaben zum richtigen Drehmoment erhält man in der Betriebsanleitung oder beim Hersteller des Autos. "Wer aus Kostengründen den Radwechsel selbst durchführt, sollte keinesfalls beim Drehmomentschlüssel sparen", betont ÖAMTC-Experte Stefan Kerbl. Falsch angezogene Schrauben können zu Schäden an Felgen, Radmutter und Gewinde führen. Zu locker angezogene Schrauben können auch fahrsicherheitstechnisch Probleme verursachen. Daher sollte man dringend nach einigen gefahrenen Kilometern überprüfen, ob die Räder tatsächlich fest sitzen und bei Bedarf nachjustieren. "Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass sich ein schlecht montiertes Rad auf der Straße verselbstständigt hat", warnt der Experte. 
  • Lagerung der Reifen: Die abgelegten Winterreifen werden gut gereinigt, beschriftet und zur optimalen Aufbewahrung am besten übereinander gestapelt oder an die Wand gehängt.
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