Praktische Helfer

Microsoft-Dienste, die nicht jeder kennt

Web
23.03.2009 13:17
Outlook, Word oder den Internet Explorer kennt jeder. Anders verhält es sich mit den praktischen und das Arbeiten mit dem PC in vielerlei Hinsicht vereinfachenden Online-Diensten und Software-Angeboten, die Microsoft seit einigen Jahren unter dem Schlagwort "Windows Live" vereint. krone.at stellt dir die besten - natürlich kostenlosen - Live-Angebote vor.

Ein solch praktischer Dienst ist etwa "Windows Live Skydrive" (siehe Infobox) – eine virtuelle Festplatte, die mittlerweile stolze 25 Gigabyte Web-Speicher für Bilder und andere Dokumente bietet, und das kostenlos. Für die Nutzung ist lediglich ein Windows-Live-Account (Registrierung) nötig, mit dem man auch gleich E-Mail, Blog und Fotogalerie beanspruchen kann. "Skydrive" funktioniert stark nach dem Windowsprinzip: So ist es möglich, den Zugriff auf bestimmte Ordner für Arbeitsgruppen zu ermöglichen oder Daten generell der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zwar lassen sich die Dateien nicht unmittelbar aus einer Anwendung heraus online ablegen, wer aber bequem Dateien Dritten zugänglich machen oder unterwegs Zugriff auf persönliche Inhalte haben möchte, ist bei "Skydrive" genau richtig – zumal Google und Yahoo! ein vergleichbares Service bislang vermissen lassen.

Wer sowohl beruflich als auch privat mit mehreren PCs oder Notebooks zu hantieren hat, der sollte einen Blick auf "Live Sync" werfen. Der Dienst ermöglicht es Nutzern, mehrere Rechner über das Internet miteinander zu verbinden und so auf den neuesten Stand zu bringen – das gilt für persönliche Favoriten ebenso wie beispielsweise für Musik- oder Foto-Ordner. Voraussetzung dafür ist allerdings eine kleine Software, die auf jedem zu synchronisierenden Rechner installiert werden muss. Sind alle Geräte online, kann der Datenaustausch beginnen. "Live Sync" fungiert dabei nur als Schnittstelle zwischen den Rechnern, auf den microsoft'schen Servern werden keinerlei Daten zwischengespeichert. 

Anders bei "Windows Live Mesh", mit dessen Hilfe sich ebenfalls Dateien zwischen mehreren Rechnern austauschen lassen. Im Gegensatz zu "Live Sync" werden die Daten hier jedoch in der – Stichwort: Cloud-Computing – Server-"Wolke" gespeichert. Die Handhabung ist geringfügig komplizierter, bietet aber zugleich mehr Möglichkeiten für den Nutzer: So lässt sich etwa bestimmen, ob alle Dateien oder nur Dateien einer bestimmten Größe oder eines bestimmten Änderungsdatums synchronisiert werden sollen. Die abzugleichenden Daten liegen in einem anfangs erstellten Ordner, auf den jeder PC mit Internetanschluss mittels "Live Mesh" zugreifen kann.

Um das gemeinsame Erstellen und Teilen von Dokumenten, Terminen, Aufgaben und Kontakten dreht es sich schließlich bei "Office Live Workspaces", mit dem sich Microsoft an kleinere Unternehmen, aber auch an Sportvereine oder studentische Arbeitsgruppen richtet. Mit Hilfe des Web-Dienstes werden Office-Dokumente, Bilder oder gar PDF-Dateien online abgespeichert, um andernorts auch ohne entsprechende Software mit jedem beliebigen Rechner darauf zuzugreifen. Word, Powerpoint oder beispielsweise Outlook müssen demnach nicht installiert sein, geöffnet werden die Dateien im sogenannten "Arbeitsbereich" einzig und allein über den Browser. Ein weiterer Vorteil ist die Integration von "Office Live Workspaces" in die jeweiligen Anwendungen wie Word, Powerpoint oder Excel, so dass sich Dokumente direkt über Microsofts Office in den "Arbeitsbereich" speichern lassen.

"Family Safety" richtet sich wiederum an Eltern, die die Online-Aktivitäten ihres Nachwuchses genauer überwachen wollen, um ihre Kinder vor ungeeigneten Inhalten zu schützen. Zu diesem Zweck lassen sich bestimmte Kategorien freigeben oder sperren, darunter pornografische Websites, aber auch Soziale Netzwerke oder Webmail-Anbieter. Einzelne Websites hingegen werden mit einer Black- und einer Whitelist erfasst. Um den Dienst nutzen zu können, muss für jedes Kind eine kostenlose Windows-Live-ID eingerichtet und zudem ein kleines Tool installiert werden. Im Anschluss daran können Kinder nur noch dann ins Internet, wenn sie sich über den Online-Dienst angemeldet haben.

Zwar kein Web-Dienst im eigentlichen Sinn, aber dennoch eine lobende Erwähnung wert ist zu guter Letzt Microsofts "Virtual Earth 3D", das zusammen mit dem Google-Maps-Pendant "Live Maps" beeindruckende 3D-Ansichten von Städten dieser Welt bietet. Einmal installiert, lassen sich mit Hilfe der Applikation beispielsweise virtuelle Stadtrundgänge unternehmen, die andere Nutzer erstellt haben. Die Qualität der 3D-Bilder ist dabei oftmals jener von Google Earth überlegen. Voraussetzung sind allerdings eine 2,8-GHz-CPU sowie ein Gigabyte Arbeitsspeicher, um die 3D-Welt ruckelfrei im Browser erkunden zu können.

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