Diese Version wird auch die Basis für den Renn-R8, den Audi für den Kundensport nach dem GT3-Reglement entwickelt. Im Seriensportwagen präsentiert sich der V10 nahezu baugleich wie in der Rennversion. Sein Hubraum misst 5.204 cm³, bei 6.500/min stehen 530 Nm Drehmoment bereit, die Leistung gipfelt bei 8.000/min in 386 kW (525 PS).
Die spezifische Leistung beträgt 100,9 PS pro Liter Hubraum –jedes PS muss lediglich 3,09 Kilogramm Gewicht bewegen, der Audi R8 V10 wiegt in der Version mit Sechsgang-Handschaltung 1.620 Kilogramm. 258 Kilogramm davon entfallen auf den Motor selbst, nur 31 Kilogramm mehr als beim V8.
300er mehr als geknackt
Der Audi R8 5.2 FSI quattro katapultiert sich in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, in der Version mit der sequenziell schaltenden R tronic fliegt er bereits 8,1 Sekunden später über die 200-km/h-Marke. Danach reicht sein Vortrieb bis zur Höchstgeschwindigkeit von 316 km/h. Erst bei 8.700/min landet man im Begrenzer. Als Normverbrauch gibt Audi durchschnittlich 13,7 Liter pro 100 km an.
Launch Control für perfekten Start
Das Getriebe im R8 5.2 FSI quattro hält sechs Gänge parat. Serienmäßig werden sie manuell gewechselt, auf Wunsch liefert Audi die sequenzielle R tronic mit Wippen am Lenkrad; die Schaltzeiten, liegen im Extremfall bei nur einer Zehntelsekunde. Im Programm „Launch Control“, das der Fahrer per Tastendruck anwählt, legt der R8 V10 vehemente Blitzstarts mit elektronisch geregeltem Reifenschlupf hin – sowohl mit der R tronic als auch mit der Handschaltung. Dabei krallen sich serienmäßig alle Viere in den Asphalt.
Räder im Format 19 Zoll samt Reifendruck-Kontrollanzeige sind Serie, ihr 10-Speichen-Y-Design wurde exklusiv für den R8 V10 entworfen. Das Reifenformat beträgt 235/35 vorn und 295/30 hinten. Audi magnetic ride, das adaptive Dämpfungssystem, passt die Charakteristik des Fahrwerks in Millisekunden dem Profil der Straße und der Gangart des Piloten an. Im Öl der Stoßdämpfer schweben winzige Magnetpartikel, die sich beim Anlegen einer Spannung so ausrichten, dass sie den Durchfluss des Öls durch die Ventile bremsen.
Dicke Bremsen
Für die negative Beschleunigung sorgen beim R8 V10 je acht Kolben vorn und vier Kolben hinten, die Bremsscheiben sind zwecks kompromissloser Wärmeabfuhr innen belüftet und gelocht. An der Vorderachse weisen sie 380 Millimeter Durchmesser auf, die hinteren kommen auf 356 Millimeter Durchmesser.
Auf Wunsch rüstet Audi den R8 5.2 FSI quattro mit einer Keramikbremsanlage aus, deren Scheiben aus einem Verbundwerkstoff aus hochfesten Kohlefasern und abriebfestem Siliziumcarbid bestehen. Bei gleichem Format wiegen sie zusammen neun Kilogramm weniger als ihre stählernen Pendants.
Beim Preis bleibt leider kein Auge trocken: Der Audi R8 5.2 FSI quattro mit Sechsgang-Handschaltung kostet in Österreich ab 177.800,–- Euro, mit R tronic ab 185.870,–- Euro. Ab April.
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