Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
28.07.2017 - 14:21
Der biblische Berg Ararat und das Kloster Chor Virap.
Foto: Fotolia

Radio Eriwan und der Zauber Armeniens

20.09.2016, 09:49

Armenien: Ältestes christliches Land der Welt und doch vielen unbekannt. Es lohnt sich aber, das kleine Hochgebirgsland im Kaukasus zu entdecken.

Jerewan, auch Eriwan. Der AUA- Flug aus Wien setzt in der Hauptstadt Armeniens um halb vier morgens auf.

Eriwan - war da seinerzeit nicht etwas? Ja, richtig, die "Radio Eriwan"- Witze haben während der Zeit der Sowjetunion zum Lachen gebracht.

Srbuhi, unsere perfekt Deutsch sprechende Reiseleiterin mit dem zungenbrecherischen Namen, erzählt zur Begrüßung einen. Frage an Radio Eriwan: "Stimmt es, dass in den USA jeder ein Auto hat?" Antwort von Radio Eriwan: "Im Prinzip ja, dafür hat bei uns aber jeder einen Parkplatz "

Auch der Papst war da

Kurz vor uns ist Papst Franziskus gelandet. Der Heilige Vater machte dem ältesten christlichen Land der Welt seine Aufwartung. Er geißelte den Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren, den die Türkei bekanntlich hartnäckig leugnet. Der Papst betet vor der ewigen Flamme der Gedenkstätte Zizernabakerd für die nach armenischen Schätzungen rund 1,5 Millionen Opfer des Osmanischen Reichs.

Uralte Grabstätten - Armenien ist voll davon.
Foto: Max Stöger, Kronen Zeitung

Das nur knapp 30.000 Quadratkilometer große Land mit heute drei Millionen Einwohnern hat es in seiner langen Geschichte nicht leicht gehabt. Bis vor 25 Jahren war das von den Scheldschuken, Mongolen und Persern eroberte Land ein Teil der Sowjetunion. Heute trennt Armenien von seinen verfeindeten Nachbarn Aserbaidschan und Türkei ein "Eiserner Vorhang".

Jerewan - eine uralte und heute pulsierende Stadt mit orientalischen Zügen. Hochhausklötze an den Boulevards im Zentrum, in den Seitengassen kleine alte Häuser mit schönen Torbögen und Holzbalkonen.

Blick auf Armeniens Hauptstadt Eriwan und den Ararat.
Foto: Max Stöger, Kronen Zeitung

Am "Platz der Republik" verweilt man an lauen Abenden an den 2750 Springbrunnen, die seit dem 1968 gefeierten 2750. Geburtstag der Stadt sprudeln. Sehenswert die Museen mit Gemälden und 13.000 Handschriften aus Pergament, die von der langen Geschichte des Landes erzählen.

Beeindruckende Klöster

Ins Auge sticht die aus aprikosefarbenem Tuffstein erbaute Kathedrale des heiligen Gregors des Erleuchters. Das Christentum ist seit gut 1700 Jahren Staatsreligion. Davon zeugen die beeindruckenden alten Klosteranlagen, an denen bei unserer Entdeckungsreise kein Weg vorbeiführt. Innehalten in der Kathedrale von Etschmiadsin, dem Sitz von Katholikos Karekin II., dem Patriarchen der Armenischen Apostolischen Kirche. UNESCO- Weltkulturerbe wie auch das Höhlenkloster Geghard, das am Debed Canyon gelegene, 1000 Jahre alte Kloster Haghpat und das wunderschöne Gebirgskloster Noravankh.

Das zauberhafte Kloster Noravankh am Ende der Schlucht Amaghu.
Foto: Max Stöger, Kronen Zeitung

Auf der Fahrt durch die fruchtbare Araratebene wandeln wir auf biblischen Spuren. Noah soll hier nach dem Abstieg vom 5137 Meter hohen Berg Ararat die erste Weinrebe gepflanzt haben. Entlang der Straßen bieten Bauern köstliche Feigen, Marillen, Kirschen und allerlei andere Früchte an. Frisch vom Baum oder getrocknet, je nach Saison.

Auf der Terrasse des Klosters Chor Virap steht man dem Ararat Aug in Auge gegenüber. Der "heilige Berg", auf dem nach der biblischen Sintflut die Arche Noah gestrandet sein soll, scheint so nah und ist uns doch so fern - die Grenze zur Türkei ist hermetisch geschlossen. 

Zur "blauen Perle Armeniens"

Über den Selim- Pass fahren wir hinauf ins Hochgebirge und statten der "blauen Perle Armeniens", wie der 1900 Meter hoch gelegene Sewansee gepriesen wird, einen Besuch ab. Zweimal so groß wie der Bodensee ist Armeniens einziges "Meer" - eine wahre Naturidylle. Auf dem Friedhof von Gavaraget bestaunen wir die vielen jahrhundertealten Grabstätten. "Unsere Gräber sind für die Ewigkeit, bei uns werden sie niemals aufgelassen", erzählt Armen, unser armenischer Fahrer, stolz.

Ein Souvenir aus Armenien? Das beliebteste ist der Ararat- Cognac. Ein Ratschlag: Keinesfalls in das Handgepäck packen, denn dann trinkt ihn der armenische Zoll

INFO

"Armenien - Christentum, Kunst & Architektur" - unter diesem Titel bietet das Reisebüro World of Travel mit Hauptsitz in Linz, Bischofstraße 5, und Büros in OÖ, NÖ und Wien, vom 7. bis 15. Oktober 2016 sowie vom 9. bis 17. Juni 2017 zum Pauschalpreis von 1630 Euro von Karl Klinger geführte Armenien- Entdeckungsreisen an.
Information und Buchung: 0732/60 19 36/Durchwahl 27, www.worldoftravel.at 
Inkludierte Leistungen: Flüge nach Jerewan ab/bis Wien, alle Transfers, Übernachtungen in guten Mittelklasse- Hotels mit Frühstücksbuffet bzw. Halbpension mit typisch armenischen Gerichten.
Einreiseformalitäten: gültiger Reisepass, keine Visapflicht.

20.09.2016, 09:49
Max Stöger,Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum