Aller guten Dinge sind ... sieben! Denn so viele Versuche benötigte es, um einen algerischen Serien-Straftäter endlich außer Landes zu bringen. Sonntagabend war es jetzt so weit: Der illegal in Österreich aufhältige Nordafrikaner landete mit einem Abschiebeflieger in Algier.
Die „Krone“ hatte – wie berichtet – das Protokoll der Schande aufgedeckt. In Kurzform nachmals zum Nachlesen: Anfang 2024 war der Algerier illegal über die grüne Grenze von Ungarn nach Österreich gekommen. Schon wenige Monate später, im April, wird er wegen eines Einbruchs festgenommen. Und gab frech an, Syrer zu sein. Im Juni folgt die nächste Straftat.
Immer wieder gefasst, enthaftet – und untergetaucht
Im November des gleichen Jahres wird der Algerier für die Beschädigung eines Autos und versuchten Einbruchsdiebstahls erstmals zu zwölf Monaten teilbedinger Haft verurteilt. Nach der Freilassung taucht er wieder unter.
Um im März 2025 bei einem Suchtgiftdelikt erwischt zu werden. Im Mai 2026 wird der illegale Migrant einmal mehr – diesmal nach einem Kellereinbruch – festgenommen und kommt wegen Fluchtgefahr in Schubhaft. Nachdem er bis dahin sogar fünfmal untergetaucht war! Beim quasi sechsten Abschiebeversuch brüller er vor dem Start im Flugzeug in Wien-Schwechat dermaßen herum, dass sich der Pilot weigert, ihn mitzunehmen.
Abschiebungen sind schwere Polizeiarbeit. Da nützen keine politischen Parolen, sondern nur Einsatz der Exekutivkräfte, die sich auch selbst in Gefahr begeben.

ÖVP-Innenminister Gerhard Karner
Bild: APA/MAX SLOVENCIK
Behördlicher Kraftakt endlich erfolgreich
Bis heute ist der Algerier dem Rechtsstaat also zweieinhalb Jahre auf der Nase herumgetanzt. Damit war jetzt endlich am Sonntag Schluss. In einem behördlichen Kraftakt und dem praktisch siebenten Versuch konnte der Mann am Sonntag endlich abgeschoben werden. Der Problem-Algerier landete kurz vor 18 Uhr unserer Zeit in Algier, der Hauptstadt seiner Heimat.
Die Hälfe der Abgeschobenen sind verurteilte Straftäter
Hier noch einige interessante Zahlen. Bis Juni stellten nur 50 Algerier einen Asylantrag. Im ersten Halbjahr wurden mehr als 7000 Abschiebungen durchgeführt. Die Hälfte davon waren verurteilte Straftäter!
Bei rund 400 zwangsweisen Außerlandesbringungen handelt es sich – so wie im Fall des Algeriers – um Problemabschiebungen. Rund 250 speziell ausgebildete Polizisten, teils auch von der Elite-Einheit Cobra, stehen quasi für den Begleitschutz in brisanten Causen bereit. Ein enormer Aufwand, auch kostenmäßig …
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