Ein bisschen zu viel Sonne – und schon droht nicht nur ein schmerzhafter Sonnenbrand. Auf längere Sicht kann es zur "Schädigung der Erbsubstanz in den Zellkernen kommen, bis hin zum Hautkrebs", so die Grazer Dermatologin Daisy Kopera.
Weitere negative Folgen von ausgedehnten und ungenügend geschützten Sonnenbädern sind Pigmentflecken und vorzeitige Hautalterung, die vor allem durch das langwellige UV-A-Licht ausgelöst wird: Es zerstört das Strukturprotein Kollagen. Diese Eiweißmoleküle stützen als Fasernetze das Bindegewebe und sorgen so für Elastizität und Festigkeit der Haut. "Kollagen wird zudem schlechter nachgebildet wegen der Schädigung der Fibroblasten", der Hauptzellen des Bindegewebes, sagte Kopera.
Schluss mit den Sonnen-Mythen!
UV-Strahlen sind erwiesenermaßen eine der Hauptursachen für Schäden an der "zellulären Festplatte" der Haut, der DNA im innersten Zellkern. Mit der Zeit und durch wiederholte UV-Belastung nimmt deren Fähigkeit, sich selbst immer wieder zu reparieren, immer mehr ab, und die Haut verliert ihr jugendliches Aussehen. Doch das wissen nicht viele Sonnenanbeter.
Überhaupt sind zum Thema Sonnenbaden viele falsche Informationen im Umlauf – krone.at macht Schluss mit den Mythen!
Sonne genießen und sich richtig vor ihr schützen
Und welcher Sonnenschutz ist überhaupt der richtige? Das erklärt der Dermatologe Peter Wolf von der Medizinischen Universität Graz: "Bei den Sonnenschutzprodukten hat sich die Kategorisierung geändert. Der niedrigste Lichtschutzfaktor ist jetzt 6 - alles darunter ist nach Meinung von Experten nicht ausreichend -, der höchste 50+." Faktor 6 bis 10 wurde als "niedriger Schutz" eingestuft, 10 bis 30 gilt als "mittel", 30 bis 50 ist "hoch" und 50+ "sehr hoch". Eine weitere neue Einführung ist das UVA-Logo, das nur Produkte mit ausreichendem UV-A-Schutz anführen dürfen.
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