kreuz.net- Ableger mit österreichischer Kennung online

17.01.2013, 16:43
kreuz.net-Ableger mit österreichischer Kennung online (Bild: Screenshot, kreuz-net.info)
Foto: Screenshot, kreuz-net.info
Das Gezerre um die katholische Hass- Website kreuz.net nimmt kein Ende. Erst wurde die Originalseite vom Netz genommen, dann erschien mit kreuz- net.info ein weiterer Ableger. Nur eine Woche nachdem diese Website wieder vom Netz genommen wurde, ist sie - nun mit österreichischer Kennung versehen - abermals online. Die Seite www.kreuz- net.at weist im Impressum mit Günther Schneeweiß- Arnoldstein denselben Verantwortlichen wie die zuvor vom Netz genommene Seite kreuz- net.info aus.

Dabei handle es sich um einen Burschenschafter, der in der Vergangenheit unter anderem die radikale Seite couleurstudent.at verantwortet habe und durch "homophobe sowie antisemitischen Ausfälle bekannt" geworden sei, erlärte der Koordinator der Initiative "Stoppt kreuz.net", David Berger, in Berlin.

Die auf der Seite vorhandenen Meldungen beziehen sich mittlerweile nahezu ausschließlich auf die katholische Kirche in Österreich. Dabei reichen sie von der von kreuz.net gewohnten hetzerischen Medienschelte über einen Bericht zur Wiener Votivkirche ("Hungerstreik zwischen den Mahlzeiten?") bis hin zu Spekulationen über die anstehenden Bischofsernennungen in Österreich. Ziel der Seite ist laut eigenem Bekunden, "eine ähnliche Beitragsqualität wie kreuz.net zu erreichen".

Staatsanwaltschaft Wien prüft den Fall

Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz hatte kreuz.net als grundgesetzwidrig eingestuft (siehe Infobox). Die Seite verbreitete immer wieder scharfe Polemik gegen Homosexuelle, Protestanten, die im Bundestag vertretenen Parteien, deutschsprachige Medien und katholische Theologen und Bischöfe sowie zahlreiche antisemitische Äußerungen.

Auch in Österreich hat sich der Verfassungsschutz mit der Internetseite befasst. Die gesammelten Erkenntnisse seien so schwerwiegend, dass derzeit die Staatsanwaltschaft Wien den Fall prüft, heißt es von den zuständigen Stellen. Die deutschsprachigen Bischofskonferenzen hatten sich zuvor schon mehrfach scharf von dem als "katholisch" firmierenden Portal distanziert.

AG/red
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