Die grafischen Anzeigen auf Websites sind eigentlich das Steckenpferd von Yahoo, doch der große Rivale Google dringt immer weiter in diese einstige Yahoo-Domäne vor. Erst jüngst hatte Google den Spezialisten Admeld übernommen. Mit dem sozialen Netzwerk Facebook ist auch noch ein dritter mächtiger Gegenspieler auf der Bildfläche aufgetaucht.
Immerhin konnte Yahoo die Kosten senken - und so verbesserte sich der Gewinn um elf Prozent auf unterm Strich 237 Millionen Dollar. Bartz hatte hunderte Stellen gestrichen und war eine Kooperation mit Microsoft eingegangen. Yahoo verwendet jetzt Microsofts Suchmaschine Bing, muss dafür aber im Gegenzug einen Teil der Anzeigen-Einnahmen an den Softwarekonzern abgeben.
"Wir machen klare Fortschritte bei der Internetsuche", sagte Bartz. Vor drei Monaten noch hatte sie über technische Probleme bei der Anbindung an die Microsoft-Systeme geklagt.
Den Anlegern gingen die Bemühungen nicht weit genug. Sie hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet und monierten zudem einen ihrer Meinung nach zu schwachen Ausblick. Nachbörslich lag die Aktie zwei Prozent im Minus.
Vor allem im Vergleich mit den Google-Zahlen wird deutlich, wie schwer es Yahoo hat: Der Suchmaschinen-Primus schraubte seinen Umsatz im vergangenen Quartal um 32 Prozent auf gut neun Milliarden Dollar hoch und schrieb einen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar - das waren 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
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