Neue App "Docs"

Microsoft startet kostenloses Online-Office für Facebook

Web
22.04.2010 14:30
Microsoft hat mit "Docs" ein kostenloses Online-Office-Paket für Facebook gestartet. Die auf Office 2010 basierende Applikation soll sowohl das Erstellen von Dokumenten als auch das Bearbeiten und Austauschen mit Freunden und anderen Nutzern des sozialen Netzwerks ermöglichen.

Die einzelnen Arbeitsschritte sollen direkt im Browser und der geöffneten Facebok-Maske möglich sein. Mit wem die Dokumente geteilt werden - ob nur mit bestimmten Freunden oder allen Facebook-Mitgliedern - soll sich zudem mit wenigen Klicks einstellen lassen. Auch das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten soll "Docs" ermöglichen.

In "Docs" sind Online-Ausgaben von Word, Excel und Powerpoint enthalten. Natürlich bietet die Facebook-Anwendung aber nicht den vollen Funktionsumfang. Das Importieren oder Exportieren in das vollwertige Office auf der Festplatte soll aber problemlos möglich sein.

"Office 2010 Web Apps" als Ausgangspunkt
Entwickelt wurde Software in den Microsoft Fuse Labs, der Redmond-Schmiede für sozial vernetzte Anwendungen der Zukunft. Für das Erstellen des neuen Diensts wollen die Entwickler laut ihrem Blog nicht mehr als vier Monate gebraucht haben. "Docs" basiere laut Lili Cheng, der Chefin der Fuse Labs, auf den "Office 2010 Web Apps", weshalb die Einbindung in Facebook besonders einfach von der Hand gegangen sei.

Derzeit steht auf der Website "Docs.com" die Applikation im eingeschränkten Beta-Test bereit. Interessierte können sich für eine Testversion unter dem Menü-Punkt "My Docs" mit ihrem Facebook-Account anmelden und werden dann in eine Warteliste eingetragen. Wenn sie an der Reihe sind, erhalten sie einen Einladungscode, den sie auf derselben Seite eingeben können.

Angriff auf Google
Mit dem neuen Dienst will Microsoft offensichtlich in direkte Konkurrenz zu Google Docs treten. Allerdings hinken die Redmonder mit dem Start etwas hinterher, da der Internet-Riese bereits einen großen Vorsprung am Markt vorweisen kann: Google zählt mehrere Millionen Nutzer seines Online-Dienstes für die Text- und Tabellenbearbeitung. Darunter sollen auch mehrere große Unternehmen sein.

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