"123456", "Passwort"

Hotmail verbietet Nutzern künftig Deppenpasswörter

Web
15.07.2011 12:46
Microsoft schützt die Kunden seines E-Mail-Dienstes Hotmail in Kürze vor sich selbst und verbietet Deppenpasswörter à la "123456", "Passwort" und Co. Bisher wurde lediglich angezeigt, ob ein Passwort wenig oder guten Schutz vor Angriffen bietet. Zudem wird ein neues Feature eingeführt, über das Anwender Hotmail informieren können, wenn der Account eines Freundes gehackt wurde.

Hacker haben in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass unzählige Nutzer trotz jahrelanger Warnungen auf viel zu einfache Passwörter setzen. Dieses Sicherheitsrisiko soll durch die neue Hotmail-Blockade zumindest minimiert werden. Auch beliebte, aber ebenso einfach zu erratende Phrasen wie "ilovecats" sollen in Zukunft als Passwort verboten sein, so Microsoft.

Wann das System genau eingeführt wird, ist nicht bekannt, es soll jedoch in Kürze so weit sein. Vorerst ist es auf Neuregistrierungen und den Passwortwechsel bestehender Nutzer beschränkt, in Zukunft könnten aber alle Hotmail-Nutzer mit schwachem Passwort darauf aufmerksam gemacht werden.

Nutzer können nun Alarm für Freunde schlagen
Bereits eingeführt ist das "My friend's been hacked"-Feature. Nutzer können damit auf einfache Art melden, wenn der E-Mail-Account eines Freundes von Hackern übernommen wurde. Etwa durch das Versenden von Spammails falle oft den Bekannten eines Nutzers früher auf, dass er gehackt wurde, als ihm selbst, so Microsoft. 

Bei Meldung eines Hacks überprüft das Unternehmen den Zugang und blockiert diesen, wenn sich der Verdacht bestätigt. Möchte sich der rechtmäßige Besitzer wieder anmelden, muss er einen ausführlichen Wiederherstellungsprozess durchlaufen. Microsoft zufolge habe man damit bereits zahlreichen Nutzern helfen können.

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