Gängige Sicherheitssysteme müssen exakt konfiguriert werden und können deshalb nur bereits bekannte Angriffsstrategien erkennen. Das im Projekt "FIDeS" neu entwickelte Alarmsystem reagiere auch auf neuartige Attacken, erläuterte Henk Birkholz vom TZI. Das selbst lernende System nehme Indizien für Angriffe wahr und könne Verhaltensmuster von Hackern identifizieren.
"Das ist im Prinzip ein im Rechner implementiertes Bauchgefühl", sagte Lawo. Das System könne möglicherweise bereits 2013 in der Praxis angewendet werden und bestehende Sicherheitssysteme ergänzen. Ein Patent haben die Forscher bereits angemeldet. Für die Erstellung des Prototypen brauchten die Wissenschaftler gut drei Jahre. Das Projekt wurde vom deutschen Bundesforschungsministerium mit 2,7 Millionen Euro gefördert.
Die wirtschaftlichen Schäden durch Hackerangriffe sind enorm. Viele werden erst zu spät entdeckt, da Sicherheitsverantwortliche aus einer riesigen Datenflut gefährliche Angriffe erkennen müssen, sagte Lawo. Dabei soll das neu entwickelte System eine Entscheidungshilfe geben. Die Wissenschaftler forschen bereits seit 2009 an einem effektiven Frühwarnsystem gegen Hacker.
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