Die Preishöhe variiert von Raststätte zu Raststätte. "Ein Kleiner Brauner kann an einer Raststation gut 50 Cent mehr kosten als auf der nächstgelegenen ein paar Kilometer weiter", so die erstaunten Tester der ÖAMTC-Touristik. Natürlich ist es fraglich, ob ein Kaffee das richtige Pausengetränk bei einer langen Autofahrt ist. Für einen Preisvergleich ist Kaffee als Testprodukt jedenfalls bestens geeignet, schließlich gibt es ihn überall in annähernd gleicher Ausführung.
Die Extreme: Nickelsdorf und Loipersdorf
Österreichweit gibt es den billigsten Kleinen Braunen - tatsächlich frisch aus der Maschine, und nicht aus dem Automaten - bei der Shell Autobahnstation Nickelsdorf mit 1,25 Euro (Ostautobahn, A4). An zweiter Stelle liegen Agip Korneuburg Ost und West mit 1,60 Euro (Donauuferautobahn, A22), an dritter Stelle die Schnellstraßenstationen St. Marein Nord und Süd mit 1,65 Euro (Murtalschnellstraße, S36). Am tiefsten in die Kaffeekassa greift man im "Landzeit á la Carte" bei Loipersdorf mit 2,70 Euro pro Kleinem Braunen (Südautobahn, A2). Fast ebenso teuer sind mit je 2,60 Euro die Rosenberger-Restaurants bei Gralla (Pyhrnautobahn, A9) oder Lindach (Westautobahn, A1).
Auf der Innkreisautobahn (A8), der Pyhrnautobahn (A9) und der Tauernautobahn (A10) war im ÖAMTC-Test kein Kleiner Brauner unter zwei Euro zu finden. Zwischen zwei und 2,60 Euro waren hier die Preise. Auf der Inntalautobahn (A12), der Brennerautobahn (A13) und der Südautobahn (A2) fing das Preisspektrum zumindest bei 1,80 Euro an. Auf der Westautobahn (A1) beginnt der Kaffeegenuss bei 1,95 und endet bei 2,60 Euro. Im Vergleich günstig trinken alle auf der Ostautobahn (A4) zwischen 1,25 und 2,10 Euro bzw. auf den österreichischen Schnellstraßen zwischen 1,65 und 2,20 Euro.
Einen "Ein Euro"-Kaffee gibt es auch, der kommt jedoch aus einem Automaten an diversen Tankstellen. Und dass dieser mit einem frisch zubereiteten Kaffee nicht vergleichbar ist, darüber sind sich passionierte Kaffeetrinker auf jeden Fall einig. Auch dass sich das Preisniveau aufgrund von Ambiente und Service unterscheidet, ist nachvollziehbar. Dennoch sollte eine gewisse Schmerzgrenze auch an den Autobahnen nicht überschritten werden.
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