So, 19. August 2018

Terror im Netz

02.08.2007 17:36

Trainingscamps der Al Kaida in Second Life?

Menschen rund um den Globus treffen sich in virtuellen Welten wie Second Life. An sich eine schöne Sache, doch nun warnen Terror-Experten davor, dass Terrorgruppen wie die Al Kaida diese Plätze zur Vernetzung nützen könnten - und um Attentäter auszubilden. Eine Terrorgruppe hat sich bereits im zweiten Leben breit gemacht.

Insbesondere die Macher von Second Life, die Firma LindenLabs in Kalifornien, sind stolz auf die völlige Freiheit in ihrer virtuellen Welt. Einige Einschnitte haben sie wegen anhaltender Kritik allerdings bereits vorgenommen - so wurde vor wenigen Tagen dem Glücksspiel der Garaus gemacht. Auch Kinderpornographie ist ein verbreitetes Problem.

Davon abgesehen warnen Terrorexperten nun vor einer neuen Gefahr: Islamistische Terrorgruppen erobern das Internet und könnten bald auch in Second Life potentielle Attentäter oder zumindest Sympathisanten rekrutieren, berichtet "The Australian".

Anschläge werden in Second Life geprobt
Die Zeitung beruft sich dabei etwa auf Rohan Gunaratna, den Autor des Buches "Inside Al-Quaida". Er glaubt zu wissen, dass sich verschiedene Sicherheitsbehörden sehr besorgt zeigen über die zunehmende Aktivität der Terroristen im Internet. "Sie studieren ihre Operationen in Second Life ein, weil sie keine Möglichkeit haben, sie im echten Leben zu proben", so Gunaratna. Bisher sei es den Überwachern nicht gelungen, dem virtuellen Treiben der Attentäter ein Ende zu setzen.

Wenig erfreut über fehlende Regeln in Second Life zeigt sich auch das britische Anti-Betrugsdezernat. Ohne Beschränkungen sei es in der virtuellen Welt für Terrorpaten problemlos möglich, Geld für Sympathisanten und Anschläge schnell und einfach über die halbe Welt zu schicken.

Terroristen-Armee bereits in Second Life aktiv
Die ersten virtuellen Terroristen haben sich im zweiten Leben bereits ausgebreitet. Die selbst ernannte "Second Life Liberation Army" (Befreiungsarmee) hat sich zum Ziel gesetzt, die kommerziellen Anbieter aus dem Spiel zu vertreiben. Bereits mehrere Anschläge mit Bomben und Waffen, bei denen unbeteiligte Avatare ihr Leben lassen mussten, sollen Second Life erschüttert haben. Ein Glück nur, dass im zweiten Leben der Tod nur die sofortige Reanimation nach sich zieht.

Symbolbild

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