Die Technik funktioniert mit ultraschnellen polarisierten Laserimpulsen, die 0 und 1 auf die Festplatte schreiben. Ausschlaggebend dabei ist, dass das Licht die Polarität der Flächen verändert, indem die Laser-Impulse umgepolt werden. Die ersten Prototypen der neuartigen Festplatten erwarten die Forscher allerdings erst in etwa zehn Jahren.
"Es ist uns in Experimenten der Nachweis gelungen, dass die Magnetisierung wiederholt und ohne Anwendung eines Magnetfeldes mit Hilfe eines einzelnen, alle 40 Femtosekunden zirkular polarisierten Laserimpulses umgekehrt werden kann", erklärt Daniel Stanciu, Mitarbeiter des Instituts für Moleküle und Materialien an der Radboud University Nijmegen. Eine Femtosekunde ist ein Billiardstel einer Sekunde. Bei aktuellen Festplatten wird die Schreib- und Leserate in Millisekunden angegeben.
Ein Manko der Lasertechnik ist allerdings, dass der auf der Festplatte durch den Laser gepolte Bereich fünf Mikrometer groß ist. Dies ist deutlich größer als die Speicherfläche, die aktuelle Speichersysteme benötigen. Stanciu ist allerdings überzeugt, dass diese Fläche auf einen Durchmesser von zehn Nanometer verkleinert werden kann.
"Die Industrie fokussiert ihre Forschungen lediglich auf die Verbesserung der Kapazität. Nicht, dass Leistungsverbesserungen nicht benötigt werden, zuerst kommt jedoch immer der Speicherplatz", kritisiert Stanciu. Um die zunehmend wachsende Datenmenge aber rasch verarbeiten zu können, muss die Geschwindigkeit der Speicherung verbessert werden. (pte)
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