05.07.2007 15:43 |

Stromfresser

Hightech lässt Stromverbrauch steigen

Fast die Hälfte, nämlich 45 Prozent des Energieverbrauchs der westlichen Welt wird im Jahr 2020 auf Hightech-Produkte zurückzuführen sein. Eine britische Studie besagt, dass sich zwar die Energieeffizienz neuer Flachbildfernseher, Computer oder Handys im Vergleich zu alten Geräten bedeutend verbessert hat, durch das stetige Marktwachstum und einen in Summe trotzdem höheren Stromverbrauch, verhindert dies jedoch nicht einen exorbitant steigenden Energieverbrauch.

Allein in Großbritannien müssten 14 neue Kraftwerke gebaut werden, um den erhöhten Stromverbrauch aus heutiger Sicht der Dinge bewältigen zu können. Schuld daran sind Hightech-Geräte, die ob ihrer Größe und Performance weitaus mehr Strom verbrauchen als jene Geräte, die sie ersetzen.

Ein alter Röhrenbildfernseher ist zwar nicht sehr energieeffizient, wenn er allerdings durch einen Flachbildschirm mit großer Bilddiagonale ersetzt wird, der zwar jene Energie, die er verbraucht effizienter nutzt, aber in Summe trotzdem mehr Strom benötigt, geht die Rechnung nicht auf.

Ein weiteres Problem, so die Autoren der Studie, sei auch, dass neue Geräte durch den erst vor wenigen Jahren eingeführten Standby-Modus dauernd und damit mehr Strom verbrauchen als alte. Am Beispiel Großbritanniens sei dies ersichtlich: 1,4 Prozent des jährlichen Gesamtstromverbrauches geht aufs Konto von Elektrogeräten im Standby-Zustand.  

7,6 kg Elektroaltgeräte pro Kopf in Österreich gesammelt
In Österreich wurden letztes Jahr vorbildlich Elektroaltgeräte gesammelt. Mit mehr als 7,6 kg gesammelter EAG pro Einwohner und Jahr haben Herr und Frau Österreicher die Vorgaben der EU um 90 Prozent übertroffen.

Mehr als 62.000 Tonnen Elektroaltgeräte bzw. 7,65 kg pro Österreicher wurden im Jahr 2006 bei den 358 Sammelstellen in fünf Bundesländern von den Konsumenten abgegeben und in weiterer Folge einer umweltgerechten Entsorgung zugeführt. Die Sammelmenge pro Einwohner konnte damit zum Vorjahr um 30 Prozent gesteigert werden.

 

Freitag, 14. Mai 2021
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