Fast jeder Fotograf hat im Laufe seiner Foto-Karriere schon unliebsame Bekanntschaft mit dem störenden Effekt gemacht: Vor allem bei zu wenig Licht, einer hohen ISO-Zahl oder zu langer Belichtungsdauer tritt das Rauschen auf und lässt Bilder in den dunklen Bereichen blass, verwaschen und körnig wirken.
Abhilfe leistet hier das 2,1 Megabyte große und für die nicht-kommerzielle Nutzung frei verwendbare Tool "Neat Image" (siehe Infobox). Die englischsprachige Software kann sowohl eigenständig als auch - in der kostenpflichtigen Variante - als Plugin für Photoshop und andere Bildbearbeitungsprogramme verwendet werden und ist zu allen Windows-Betriebssystemen inklusive Vista kompatibel.
Nach der Installation öffnet der Nutzer das zu bearbeitende Bild über den Befehl "Open Input Image", um anschließend über den Reiter "Device Noise Profile" mit "Auto Profile" die "rauschenden" Bildflächen automatisch ausfindig zu machen. Einen Reiter weiter, in den "Noise Filter Settings", darf schließlich selbst Hand angelegt werden, um den Grad der Rauschreduzierung etwa selbst zu bestimmen, die Helligkeit zu verändern oder Kanten zu glätten. Über "Preview" wird eine nützliche Vorschau eingeblendet.
Ist der Nutzer mit dem Ergebnis zufrieden, genügt im Untermenü "Output" ein Klick auf "Apply", um sämtliche Veränderungen auf das Bild anzuwenden. Mit "Save Output Image" wird das bearbeitete Bild schließlich gespeichert.
Individuell angepasste Lösung dank Geräte-Profil
Eine weitere Besonderheit der Software ist die Verwendung von Geräte-Profilen. Da jede Kamera oder auch jeder Scanner meist ein ganz spezifisches Bildrauschen verursacht, können Nutzer über eine umfangreiche Profil-Datenbank (auf der Website unter "Profiles") eine genau auf das von ihnen genutzte Produkt zugeschnittene Rauschunterdrückungs-Datei herunterladen.
Nach dem Entzippen werden die von Usern erstellten Profile im "Profile"-Ordner der Software auf der Festplatte abgespeichert, um dann bei der Benutzung von "Neat Image" darauf zurückgreifen zu können. Wer unterschiedliche Kameras oder Scanner nutzt, kann Benutzerprofile auch selbst erstellen und so jederzeit schnell und komfortabel auf die gewünschten Einstellungen zurückgreifen.
Noch mehr praktische Helferlein...
Weitere Tipps und Tricks sowie eine umfangreiche Anleitung gibt es auf der Website des Autors. Wie du kontrastreiche HDR-Fotos erstellst oder stürzende Linien gerade rückst, erfährst du hingegen in den Teilen eins und zwei der Krone.at-Foto-Serie (siehe Infobox).
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