Format-Frage

Blu-ray und HD-DVD kaum besser als DVD-Player

Elektronik
25.05.2007 13:18
DVD, HD DVD oder Blu ray - welchem Format ist der Vorzug zu geben? Das überraschende Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest: Die hochauflösenden Geräte bieten auf aktuell gebräuchlichen Fernsehern kaum bessere Bilder als konventionelle DVD-Player.

"Vor allem bei Fernsehgeräten unter einem Meter Bildschirmdiagonale bieten die modernen HD-Abspielgeräte keinen Mehrwert", erklärt Peter Knaak, Test-Redakteur bei Stiftung Warentest. "Im Test lieferten hochwertige DVD-Player im Vergleich erstaunlich gute Ergebnisse", so Knaak. Erst auf Flachfernsehern ab etwa 1,50 Metern Bilddiagonale sind die Modelle für hochauflösendes Filmmaterial deutlich im Vorteil. 

Ein hochwertiger DVD-Spieler mit HDMI-Ausgang und Upscaling-Funktion, wodurch die DVD-Bilder auf eine höhere Auflösung hochgerechnet werden, ist preislich der günstigste Weg zu guten Bildern, meint der Experte. 

Eines der acht Vergleichsgeräte ist der DVD-Player Denon DVD-1930. Das Produkt kostet rund 350 Euro, während für die getesteten Blu-ray- und HD-DVD-Spieler zwischen 500 und 1.500 Euro zu bezahlen ist. Ein "Unentschieden" im Formatkrieg attestieren die Tester im Bereich der Bildqualität. Blu-ray und HD-DVD würden hierbei ähnlich gute Ergebnisse liefern. Bei der Fehlertoleranz hat Blu-ray die Nase vorne. Die Player kamen mit beschädigten Medien deutlich besser zurecht als die Konkurrenz. 

Warten lohnt sich
"Die HD-DVD-Player sind zwar billiger, aber insgesamt ist das Preis-Leistungsverhältnis bei beiden Technologien nicht gut", sagt Knaak. "Die Geräte sind weit überteuert." Er geht jedoch davon aus, dass die Geräte in den kommenden ein bis zwei Jahren in den Consumer-freundlichen Preisbereich kommen werden. 

Allerdings könnte der andauernde Formatstreit und die damit einhergehende Unsicherheit die Käufer lähmen und den Preisverfall somit bremsen. Da noch nicht abzusehen ist, welches der konkurrierenden HD-Formate sich auf dem Markt durchsetzen wird, empfehlen die Warentester, mit dem Kauf eines neuen Geräts zu warten. 

Spielkonsolen als Alternative
Als Alternative zu den teuren Playern wurden die Spielekonsolen Playstation3 und Xbox360 getestet. Beide besitzen ein Laufwerk für hochauflösende Filme. Das Gesamturteil fällt zwar etwas schlechter aus als bei den reinen Film-Abspielgeräten, allerdings bieten die Konsolen zusätzlichen Spielspaß, meinen die Tester. Zudem kosten sie zum Teil deutlich weniger. 

Die Blu-ray-fähige PS3 ist für 600 Euro zu haben, die Xbox 360 inklusive externem HD-DVD-Player kostet rund 500 Euro. Allerdings haben die Konsolen auch noch einen empfindlichen Nachteil, merken die Tester an. Der Stromverbrauch beträgt ein Vielfaches und besonders die Xbox sei aufgrund störender Betriebsgeräusche nur bedingt wohnzimmertauglich. (pte)

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