24.12.2017 06:00 |

Vorsicht, Sodbrennen

Damit der Festtagsschmaus nicht hoch steigt

Zu den Feiertagen haben Beschwerden durch Reflux, Völlegefühl oder Blähungen Hochsaison. Wie Sie Ihrem Magen-Darm-Trakt während der "stillsten Zeit" des Jahres - zumindest zwischendurch - ebenfalls Ruhe gönnen.

Gerade rund um die höchsten Weihnachtsfeiertage, wo Punsch, köstliche Kekse und üppige Mahlzeiten praktisch an jeder Ecke "lauern", kämpfen viele Menschen, etwa ein Drittel der Österreicher, mit Reflux-Beschwerden. Aber auch der derzeitige Stress schlägt sich auf den Magen. Die Folge: Es wird zu viel Säure gebildet. Normalerweise verhindert der Schließmuskel am Mageneingang, dass der Inhalt in die Speiseröhre gelangt. Ist dieser jedoch geschwächt, kommt es zu Rückfluss, Sodbrennen und saurem Aufstoßen sowie Brustschmerz.

Um den Beschwerden vorzubeugen, und auch wenn es während der Weihnachtszeit oft schwerfällt, zumindest zwischendurch immer wieder auf Alkohol, fettreiche, alllzu süße und scharf gewürzte Speisen verzichten und nicht zu große Portionen essen. Die Nahrung stets gut kauen, denn der Pförtner am Magenausgang hat eine Siebfunktion und entleert nur Partikel bis zu einem Durchmesser von 1-2 mm. Versuchen Sie es mit folgender Regel: Wenn Sie es etwa beim Mittagessen übertrieben haben, lassen Sie das Abendessen etwas kleiner ausfallen, am besten eine Suppe essen, oder verzichten Sie ganz darauf. Kalte Speisen wie Salat und kühle Getränke allerdings besser vermeiden. Diese reduzieren die Beweglichkeit der Speiseröhre und können daher ebenfalls Probleme bereiten. Als Durstlöscher und Magenberuhiger sind deshalb Kräutertees mit Kamille, Käsepappel, Eibisch, Süßholzwurzel und Pfefferminz zu empfehlen. Bei Blähungen auf Kohlensäurehaltiges verzichten und zu Kümmel-, Anis- und Fencheltee greifen. Völlegefühl begegnet man pflanzlich ebenfalls mit Kümmel oder Artischocke.

Ein Verdauungsschnaps nach dem Essen bringt übrigens nichts. Denn Alkohol setzt die Magenbeweglichkeit herab. Das Essen bleibt länger "liegen". Zudem lockert er den Schließmuskel vor Ort. Magensäure steigt auf, was erst recht wieder Sodbrennen verursacht.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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