Mo, 10. Dezember 2018

Mobil oder Kabel

14.07.2017 09:31

In diesen Gemeinden surfen Sie am schnellsten

Wie schnell surft Österreich? Das Verkehrs- und Infrastrukturministerium beantwortet diese Frage für mobile wie kabelgebundene Netze auf einer interaktiven Website, dem Breitbandatlas. Und der zeigt gerade in abgelegenen Gegenden immer noch Ausbaubedarf. Doch es ist Besserung in Sicht.

Bis 2020 soll laut Verkehrsministerium jeder Haushalt und Betrieb mit schnellem Internet versorgt sein. Der Breitbandatlas, der bereits seit 2014 online ist, wurde nun aufgerüstet und enthält nun auch Informationen über den Fortschritt des Netzausbaus. Österreicher können sich so nicht nur informieren, wie schnell man momentan im Internet surfen kann, sondern auch, wann das Netz ausgebaut wird.

Jeder kann Speed zuhause errechnen lassen
"Im neuen Breitbandatlas kann sich jeder Österreicher und jede Österreicherin ganz einfach über den aktuellen Stand unserer Arbeit informieren: Sie geben ihre Adresse ins Suchfeld ein und erhalten auf einen Klick Informationen darüber, wie schnell ihre Internetverbindung ist und wann ihr Wohnort an Glasfaserkabel angeschlossen wird", so SPÖ-Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Neben den aktuellen Verbindungsgeschwindigkeiten sind damit auch Informationen zu laufenden und geplanten Ausbauprojekten für Glasfaserkabel abrufbar.

Der Breitbandatlas gibt Auskunft über die aktuell mit verkabelten Internetanschlüssen erzielbaren Geschwindigkeiten, informiert aber auch über die Qualität des Mobilfunknetzes und geplante Ausbaugebiete.

Provider zahlen den Ausbau im Prinzip selber
Der Breitbandatlas zeigt, dass vor allem die österreichische Stadtbevölkerung mit schnellem Internet versorgt ist, im ländlichen Raum - insbesondere im alpinen Bereich - gibt es aber durchaus noch Ausbaubedarf. Da in der Peripherie oft nur das Netz des teilstattlichen Anbieters A1 zur Verfügung steht, sind Bewohner dieser Gegenden auf den Ausbauwillen von A1 angewiesen. Den hat das Infrastrukturministerium mit der "Breitbandmilliarde" stimuliert, die zum größeren Teil von A1 in Anspruch genommen wird.

Vonseiten der Mitbewerber hat das A1 und dem Ministerium viel Kritik eingebracht. "Die jetzige Lösung ist eine Re-Monopolisierungshilfe", erklärte 2016 "Drei"-Chef Jan Trionow. Bezahlt haben die heimischen Provider die Breitbandsubventionen nämlich selbst. Es handelt sich um die Erlöse aus der zwei Milliarden Euro schweren Versteigerung von Funklizenzen für den schnellen LTE-Mobilfunk, bei der alle Provider beteiligt waren.

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