Mi, 24. Oktober 2018

Diabetes

11.07.2017 06:00

Sorgenfrei in die Urlaubszeit

Viele freuen sich auf den heiß ersehnten Urlaub. Diabetiker nicht ausgeschlossen. Doch sie reisen oft mit einem mulmigen Gefühl, dass etwas passieren könnte, wenn sie sich weitab von ihrer üblichen medizinischen Versorgung aufhalten, zu ungewohnten Zeiten essen und die Klimabedingungen belastend sind.

Wer sich richtig vorbereitet und Länder mit extremen Klimabedingungen meidet, braucht jedoch keine Angst vor der Reise zu haben. Peter Hopfinger von der Initiative Diabetes-Austria gibt Tipps, was Sie zum Beispiel mitführen sollten:

  • Dreifache Bestätigung, auch in Englisch, dass Sie Diabetiker sind
  • Ausreichend Insulin für den gesamten Aufenthalt ins Handgepäck (Achtung, im Frachtraum besteht die Gefahr des Gefrierens. Das bringt Wirkungsverlust mit sich!), Tabletten (in der Originalverpackung mit Beipackzettel)
  • Spritzen bzw. Pens mit ausreichend Nadeln, Pumpe bzw. Einmalspritzen als Ersatz
  • Stechhilfe mit genügend Lanzetten
  • Blutzuckermessgerät mit Teststreifen, Reservebatterien für Pumpe zw. Messgerät
  • Trauben- bzw. Flüssigzucker für leichte Unterzuckerung
  • Glukagon-Notfallsett (Mitreisende über die Handhabung informieren)
  • Kühltasche

Langstreckenflüge können aufgrund der Zeitverschiebung den Körper stressen, was wiederum den Zuckerspiegel beeinflusst. "Deshalb sollten Reisende alle zwei Stunden ihre Werte kontrollieren", rät die deutsche Diabetesberaterin Aline Didas. Im Urlaub bewegt man sich mehr, was zu Blutzuckerschwankungen führen und den Insulinbedarf verändern kann. Häufiger als zu Hause messen!

"Anstrengende Touren nie alleine unternehmen!", so Peter Hopfinger. Zu ungewohnten Zeiten zu essen bzw. Mahlzeiten auszulassen oder Alkoholkonsum (nie auf leeren Magen!), bringen ebenfalls die Blutzuckerwerte durcheinander. Außerdem beachten: "Hitze und intensive Sonne sowie Baden in der Therme beschleunigen die Insulinwirkung, was zur Unterzuckerung führen kann." 1,5 bis 2 Liter alkoholfreie Flüssigkeit täglich trinken, in wärmeren Gegenden mehr! Teststreifen, Medikamente und Messgeräte vor starker Sonneneinstrahlung schützen. Insulinpatronen sollten bei ca. zwei bis acht Grad Celsius gelagert werden. Praktisch für unterwegs sind dafür Kühltaschen.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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