Kim versteigert Sex

Schmutziges Geschäft mit Jungfrauen um 100.000 €

Web
17.05.2017 10:09

"Hallo, mein Name ist Kim und ich möchte meine Jungfräulichkeit verkaufen!" - mit diesen Worten bietet derzeit eine 18-jährige Österreicherin ihren Körper auf einer deutschen Escort-Plattform feil. Die Schülerin hofft auf ein Gebot von mindestens 100.000 Euro, mit dem sie sich "Wohnung, Auto und Studium" finanzieren will. Ob ihr bewusst ist, damit einer nicht nur moralisch höchst fragwürdigen Sexindustrie zu größeren Einkünften zu verhelfen, bleibt unklar …

Auf der Website von "Cinderella Escorts" finden sich gleich mehrere junge Frauen, die offenbar dazu bereit sind, ihre Entjungferung für Bargeld an den Mann zu bringen. Besonders grotesk: Die Website hat sogar mehrere Suchfilter-Funktionen - etwa Gewicht, Alter, Größe - integriert, offenbar in der Annahme, dass sich zu den derzeit acht Offerten bald zahllose weitere gesellen werden. Zudem sei die Jungfräulichkeit "ärztlich bestätigt", ist zu lesen.

(Bild: Cinderella Escorts)

Liebe vs. Geld
Eines der Mädchen ist die 18-jährige Kim aus Österreich. "Sollte ich meine Jungfräulichkeit lieber an einen Mann geben, der mich vielleicht irgendwann ohnehin verlässt oder ist es besser stattdessen viel Geld dafür zu nehmen?", fragt Kim (oder auch die Agentur) in einem Statement. Mit dem Geld wolle sie ihr Studium in Wien finanzieren, eine Wohnung und ein Auto kaufen.

Angeblich 2,3 Mio. Euro für Entjungferung bezahlt
Für sie ist das Geld offenbar wichtiger, zumal sie auch von einer anderen Ex-Jungfrau erzählt, der satte 2,3 Millionen Euro für ihre Entjungferung bezahlt worden sein sollen. Ein Geschäftsmann aus Hongkong soll den Zuschlag bekommen haben. "Also ist es wirklich mehr als 2,3 Millionen Euro Wert meine Jungfräulichkeit an einen Mann zu vergeben, der mich eventuell sowieso irgendwann verlassen würde?", lautet eine weitere frage, die Kim stellt. Die Antwort bleibt sie allerdings schuldig.

(Bild: Cinderella Escorts)

20 Prozent Provision für Agentur
Ganz so viel Geld ist es dann aber doch nicht, das die Frauen mit nach Hause nehmen können. Gut 20 Prozent der Versteigerungssumme behält nämlich die Agentur als Provision. Dafür werde das Treffen mit dem Freier organisiert, das Hotelzimmer gebucht. Und man begleite das Mädchen auch zu dem Treffen. "Ich habe die Möglichkeit das Treffen jederzeit abzubrechen", lautet ein weiteres Statement, angeblich von Kim. Fraglich, ob und wie das in der Praxis gehandhabt wird - insbesondere, wenn es tatsächlich um hohe Summen geht.

(Bild: Cinderella Escorts)

Rechtliche Grauzone
Rein rechtlich bewegt sich das Ganze in einer Grauzone. Zwar sind die jungen Frauen angeblich durchwegs als volljährig beschrieben. Allerdings gelten die Angebote ja weltweit, und die Gesetzte in puncto Prostitution variieren von Land zu Land sehr stark. Wie es außerdem um die vertragliche Situation bzw. die Einklagbarkeit von finanziellen Forderungen bestellt ist - ebenfalls unklar!

400 Bewerberinnen
Letztlich stellt sich die Frage, ob hier unter dem Deckmantel vermeintlicher Selbstbestimmung nicht einfach nur ein weiterer Einnahmenzweig der millionenschweren Sexindustrie geschaffen wurde? Gelockt vom schnellen Geld sollen sich mittlerweile über 400 Jungfrauen allein bei "Cinderella Escorts" gemeldet haben.

Dass der Bezug zum Wert des eigenen Körpers ebenso wie jener zu Herz und Seele völlig verloren gehen kann, ist wohl der beste Beweis dafür, dass auch hier "nur" einer sexuellen Ausbeutung von Frauen Vorschub geleistet wird.

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